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Von Heinz Gelking

Computer und Hifi für Einsteiger: Den Rechner mit Fidelizer für die Musikwiedergabe optimieren

Fidelizer ist ein wirksames Werkzeug mit kleinen Tücken: Vergessen Sie nicht, das voreingestellte Häkchen unten zu entfernen, mit dem während der Nutzung die Browser-Startseite verändert wird!

Wenn es so etwas wie eine Goldene Regel im Computer-Hifi gibt, dann ist es diese: Egal wie groß und schnell und überlegen die Rechner-Kapazitäten sind – sorgen Sie dafür, dass der Rechner immer dann, wenn er Musik abspielt, nichts anderes macht. Das ist natürlich genau das Gegenteil von dem, was wir sonst von einem modernen Computer erwarten, nämlich sich ein Update fürs Anti-Virus-Programm zu ziehen, parallel Mails abzurufen und nebenbei vielleicht noch für die Bearbeitung eines Fotos zur Verfügung zu stehen.

Was tun? Ich habe mir für meinen Laptop mit Windows 7 Professional folgende Routine vor dem Musikhören angewöhnt:

Zuerst schalte ich Bluetooth und WLAN ab.

Dann setze ich das Anti-Viren-Programm außer Funktion.

Anschließend starte ich Fidelizer. Und bevor jemand das nachmacht, eine kleine Warnung: Fidelizer hat die unangenehme Eigenschaft, die Startseite des Browsers zu verändern. Damit das nicht passiert, muss man beim Starten ein kleines voreingestelltes Häkchen entfernen. Sonst findet man www.windowsxlive.net/fidelizer/ als Startseite vor. Das ist keine Katastrophe, man kann es ja rückgängig machen, aber irgendwie befördert es Misstrauen.

Dennoch: Die klangfördernde Wirkung von Fidelizer ist frappierend. Was tut Fidelizer?

Laut Internetseite macht Fidelizer aus einem Windows-Computer eine audiophile Plattform für Audio-Software. Es nimmt dabei keine dauerhaften Änderungen vor. Das System bleibt sicher und ist beim nächsten Neustart wieder das alte. Motivation des Entwicklers war es, zu zeigen, dass ein Windows-System besser als ein Mac klingen kann. Es gibt verschiedene Optimierungslevel, die unterschiedliche Einschränkungen für den normalen Rechnerbetrieb mit sich bringen. Ich habe mich langsam immer höher getastet. Und weil ich mit dem Laptop tatsächlich wochenlang ausschließlich Musik höre, wähle ich inzwischen nur noch den „Extremist-Modus“. Bisher konnte ich keine Nachteile feststellen. Nur dass alle Netzwerk-Verbindungen anschließend wieder hergestellt werden müssen.

Ich will niemanden dazu überreden, ebenfalls mit Fidelizer zu arbeiten, schon gar nicht im Extremist-Modus, den Fidelizer selbst als „nicht risikofrei“ beschreibt. Aber ich nutze Fidelizer seit mehr als einem Vierteljahr und hatte bisher – von den Lästigkeiten in puncto Startseite mal abgesehen – keinerlei Probleme.

Wer meinem Vorschlag folgt und Fidelizer ausprobiert, tut’s auf eigenes Risiko. Ist ja logisch. Auch empfehle ich, auf der oben verlinkten Internetseite genau die richtige Datei herunter zu laden. Die Datei heißt fidelizer.zip. Nicht alles, wo “Download” oder “Hier herunterladen” drauf steht, führt auch zur gewollten Software. Wer die Seite etwas irreführend findet – mir geht es genauso.

Hinweise erreichen mich auf gewohntem Wege.

— 29. Januar 2014