Platte11

Von Heinz Gelking

Nur mal ausprobiert: Raspberry pi mit openELEC und XMBC Media Center

Freundlicherweise hat mir jemand für ein paar Tage seinen Raspberry pi ausgeliehen. Das ist ein minimalistischer Rechner, etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel und mit einem Preis von rund 35 Euro sehr bezahlbar. Als Bootmedium dient gewöhnlich eine SD-Speicherkarte. Als Betriebssystem sind mehrere auf den Raspberry pi abgestimmte Linux-Distributionen im Umlauf. Unter diesen bietet sich vor allem openELEC (Open Embedded Linux Entertainment Center) fürs Abspielen von Audio- und Videodateien an, weil darin bereits die Media-Software XMBC integriert ist. OpenELEC und XMBC starten rasend schnell und lassen sich per Fernbedienung am per HDMI-Kabel angeschlossenen Bildschirm/ TV steuern.

Dass dem Raspberry pi eine große Zukunft in audiophilen Kreisen bevorsteht, glaube ich allerdings nicht. Innerhalb einer konventionellen Stereo-Anlage (ohne TV-Gerät) liegt eine Hürde schon darin, dass man dem Budget-Rechner einen Bildschirm sowie ein Speichermedium für die Musikdaten zur Seite stellen müsste. Das zehrt den Kostenvorteil, beispielsweise gegenüber einem Einsteiger-Notebook, doch ziemlich weit auf. Auch der freundliche Leihgeber meines Raspberry pi will ihn zukünftig vor allem dazu nutzen, aus seinem normalen Fernseher ein Smart-TV zu machen.

—  4. April 2014