Platte11

Von Heinz Gelking

"Strippen" eines Denon DL 103 oder eines Volpe, Einbau in ein Holzgehäuse

Es tut mir leid, die Fotos sind versehentlich gelöscht worden!

In image hifi (2/2006) habe ich Tonabnehmergehäuse aus Holz vorgestellt, die Uwe Paulus von Stereolab für das Denon DL103 anfertigt. Selbstverständlich offeriert und liefert Uwe Paulus ein fertiges Produkt – niemand muss selbst basteln.

Es sei denn, er möchte… Denn ein Tonabnehmer ist nun mal ein Verschleißteil, im Gegensatz zu den Holzgehäusen von Uwe Paulus. Die nämlich kann man immer wieder mit neuen Denon DL103 bestücken, jedenfalls so lange diese lieferbar sind.

Mein Interesse lag woanders. Ich betreibe ein Volpe (das ist ein von den Herren van den Hul und Fuchs modifiziertes Denon DL103). Und dieses Volpe hatte mich im Ebenholz-Gehäuse von Uwe Paulus total begeistert. Ich hatte Uwe Paulus beim Umbau von zwei Systemen über die Schulter geguckt. Jetzt wollte ich’s selber machen. Wer möchte, kann sich hier anschauen, wie’s geht.

Ausgangssituation: Links das Denon DL103 von Stereolab, rechts das Volpe. Das Volpe soll ins Ebenholzgehäuse.

Mit einem scharfen Cutter fahre ich vorsichtig zwischen dem DL103 und dem Stereolab-Gehäuse entlang, so dass sich die Verbindung zwischen System und Korpus löst.

Dann hebele ich äußerst vorsichtig das System aus dem Korpus. Kritisch dabei: Beim Hebeln besteht stets die Gefahr, die Nadel an dem schmalen Fenster des Gehäuses, wo sie nach außen tritt, abzureißen.

Operation gelungen; jetzt ist das Volpe dran. Es befindet sich im gewöhnlichen, Original-Systemkörper des Denon DL103 aus Kunststoff.

Vorsichtig werden System und Systemkörper voneinander gelöst.

Nachahmungstäter sehen sich bitte genau an, wie gefährdet beim Raushebeln des Systems aus dem Kunststoff-Body die Nadel ist (rechtes System). Dies ist mit Abstand der kritischste Moment unserer Operation!

So kann das frei gelegte Volpe-System dann in den Stereolab-Body eingebaut werden. Am besten macht man zuerst eine Trockenübung one Klebstoff. Der Einbau des Systems in den Korpus ist der zweite kritische Moment der Operation!

Für den endgültigen Einbau nehme man einen bekannten schwarz-gelben Klebstoff, trage ihn mit einem Zahnstocher oder ähnlichem Werkzeug vorsichtig auf diejenige Flächen auf, wo sich das System und der Korpus berühren, lasse den Klebstoff gemäß der Verarbeitungshinweise auf der Packung an der Luft trockenen und baue das System dann in den Korpus ein.


Noch einmal: Dies ist keine Bastelanleitung, sondern nur ein Fotobericht! Wer den Text als Anleitung missversteht, handelt auf eigene Gefahr und gefährdet die Funktionsfähigkeit seiner Tonabnehmer. Außerdem besteht die Gefahr, sich bei den Arbeiten zu verletzen. Ich übernehme keine Verantwortung für Schäden irgendeiner Art.

Link zum Hersteller der Holzgehäuse

Link zum Hersteller der Volpe-Tonabnehmer

— 25. April 2007