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Alle Artikel im Magazin

Der Pianist als Lyriker als Rezitator: Alfred liest Brendel

Wer sich ein wenig für die Arbeit von Alfred Brendel interessierte, der wusste schon lange, dass der weltberühmte Pianist mehr als nur „nebenbei“ auch schreibt.

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„Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner, Teil 2

Im zweiten Teil des Artikels über den “Fliegenden Holländer” von Richard Wagner werden fünf historische, sowohl antiquarisch auf LP als auch aktuell auf CD erhältliche Aufnahmen vorgestellt.

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„Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner

Ein verfluchter Seefahrer darf nach sieben Jahren an Land. Ein berechnender Vater dient ihm die Tochter an. Sie hat Visionen und will den Seefahrer durch treue Liebe erlösen. Ein Jäger wird von ihr fallen gelassen. Eine Amme und Spinnerinnen, ein Steuermann und Seeleute treten als volkstümliche Elemente auf. Das ist der “Fliegende Holländer”.

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Herbert von Karajan und die Schallplatte, Teil 3

Der Versuch, Aufnahmen mit ein paar Halbsätzen zu sortieren, ist gewiss unfair. Ich werde es ausnahmsweise trotzdem tun. Karajans Einspielungen sind an dieser Stelle immer wieder in Interpretationsvergleichen ausführlich gewürdigt worden. Hier und heute geht es aber eher darum, den LP-Sammlern und CD-Käufern eine grobe Orientierung zu geben.

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Herbert von Karajan und die Schallplatte, Teil 2

Karajan wurde schon früh als ein Dirigent wahrgenommen, der sich in seiner Arbeit stark darauf konzentrierte, den Orchesterklang zu formen.

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Herbert von Karajan und die Schallplatte

Vor hundert Jahren wurde Herbert von Karajan geboren. Kein Dirigent hat dem Medium Tonträger so viel zu verdanken wie er – und das Medium keinem Dirigenten so viel wie ihm. Bis zu seinem Tod mit 81 Jahren hat Herbert von Karajan rund 800 LPs und CDs eingespielt – schlechte, mittelmäßige und solche für die Ewigkeit.

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Im kleinen Vergleich: WDR RadioRecorder, Radiofx, dradio-Recorder und phonostar-Player

Es gibt gute Gründe fürs Radiohören übers Internet – vor allem die grenzenlose Programmvielfalt. Gelegentlich kommt dabei der Wunsch auf, interessante Konzertübertragungen auch dann hören zu können, wenn ich zum Sendezeitpunkt überhaupt nicht zuhause bin. Ich habe in den vergangenen Wochen drei, vier verschiedene Programme ausprobiert, mit denen das möglich ist – jedes davon ist kostenlos und deutschsprachig.

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Ingo Metzmacher: Keine Angst vor neuen Tönen

Ingo Metzmacher versucht in seinem toll geschriebenen und entsprechend gut lesbaren Buch die Schwellen und Barrikaden einzureißen und einem breiteren Publikum die Musik der Gegenwart nahezubringen.

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Luz Casal: La Pasión (Blue Note-CD)

Man will spontan zum Verstärker gehen und die Lautstärke etwas aufdrehen – La Pasión enthält wundervolle Ohrwürmer. Luz Casals pflanzt sie uns mit ihrer warmen Stimme unnachahmlich ins Ohr, während wir mit den Füßen wippend einen Kaffee aufbrühen oder summend die Fenster putzen.

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Zepp Oberpichler: Gitarrenblut (Rock ’n’ Roll-Roman mit Musik CD)

Zepp Oberpichler hat versucht, einen Roman zu schreiben. Einen Roman über Will, der aus dem Ruhrgebiet stammt, Gitarre in einer Band spielt und Mädchen liebt. Eines der Mädchen heißt Bea. Er verliert sie für immer – ein Suizid. Zu ihrem Andenken möchte Will ein Tape aufnehmen …

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Thomas Quasthoff, Dorothea Röschmann, Berliner Barocksolisten, Rainer Kussmaul: Dialogkantaten von J. S. Bach (DG CD 4776591)

Zum zweiten Mal zieht es Thomas Quasthoff in seiner Aufnahmetätigkeit zu Bachs Kantaten. Doch diesmal nicht allein…

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Mischa Maisky, Sergio Tiempo: Elégie, g-moll-Sonate von Sergej Rachmaninow (DG CD 4777235)

Neben seinem eigenen Instrument, dem Klavier, liebte der russische Spätromantiker Sergej Rachmaninow vor allem das Cello …

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Christian Elsas: Traum und Wirklichkeit (Melisma CD 7247-2)

Christian Elsas beginnt mit drei unaufgeregt, doch nicht spannungsarm interpretierten Moments musicaux von Schubert …

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Jan Garbarek Group: Dresden (ECM 2100)

Dieser geradlinige Ton ist einfach unverwechselbar. Bei Jan Garbarek klingt das Saxophon wie eine Oboe oder eine Trompete – ein fast klassisch-kultivierter Klang. Wärme, Inbrunst oder Ekstase sind keine Attribute, die man ihm spontan zuschreiben möchte.

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Gabrieli Consort & Players, Paul McCreesh: Magnificat, Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach (DG Archiv 469531-2)

Warum hat der Dirigent sich entschlossen, auch die Chorsätze nur von den Solisten bestreiten zu lassen, wodurch es hier an dem gewohnten Kontrast zwischen dem Chor und dem Solisten-Ensemble fehlt?

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Christiane Oelze, Gerald Finley, La Chapelle Royale, Collegium Vocale, Orchestre de Champs Elysées, Philippe Herreweghe: Ein Deutsches Requiem von Johannes Brahms

Seit vierzig (!) Jahren hält sich Otto Klemperers Einspielung im Katalog, Herbert von Karajans Aufnahme von 1976 wurde mit einem Grand-prix-du-Disque ausgezeichnet und Rudolf Kempes Mono-LP von 1955 darf als Geheimtipp gelten. Doch neben diesen großen Aufnahmen der Vergangenheit steht gleichberechtigt seit 1996 eine Live-CD von Philippe Herreweghe.

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Franz Schubert u.a., Voices of Soul, Gabriele Schmid, Trio Georgia (Clearaudio LP 42032)

Erstklassige Klangqualität ohne Substanz: Gabriele Schmid und das Trio Georgia haben für den Plattenspielerhersteller Clearaudio eine LP aufgenommen, die einen gemischten Eindruck hinterlässt.

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Steve Reich, Variations for Winds, Strings and Keyboards, Music for Mallet Instruments, Voices and Organ, San Francisco Symphony, Edo de Waart (DG 471 591-2 CD)

Diese Musik trägt keine Bedeutung im Sinne eines Ausdrucks und führt mechanisch einen „gradualen Prozess“ (Reich) vor, indem sie sich in ihrer Struktur ständig verändert. Und sie spielt offenkundig mit einer trance-artigen Anmutung.

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Cécile Chaminade, Mots d’amour, Anne Sofie von Otter, Nils-Erik Sparf, Bengt Forsberg, Peter Jablonski (DG 471 331-2, CD)

Wer war Cécile Chaminade? Die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, der Geiger Nils-Erik Sparf sowie die Pianisten Bengt Forsberg und Peter Jablonski stellen sie uns auf einer prallvollen CD vor.

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Johann Sebastian Bach, Wohltemperiertes Klavier II, Evgeni Koroliov (Tacet 104, 2 CDs)

Was ist größer als Goulds Exzentrik? – Das hier!

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Nikolai Rimski-Korsakow, Scheherazade, Royal Philharmonic Orchestra, Sir Thomas Beecham, EMI ASD 251

Die Tontechniker dieser vor 1961 entstandenen Aufnahme haben großartige Arbeit geleistet: Da faucht das Blech anmaßend und stolz, fahren jubelnd die Streicher auf…

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Sergei Rachmaninow, 2. Sinfonie, London Symphony Orchestra, André Previn, EMI ASD 2889

Diese Aufnahme entstand 1973 im Anschluss an eine Tournee, die das London Symphony Orchestra zusammen mit André Previn durch die Sowjetunion unternommen hatte. Dort hatten die Interpreten mit der Zweiten Sinfonie von Rachmaninow große Erfolge gefeiert …

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Maria Meneghini Callas singt Arien von Boito, Catalani, Cilèa, Delibes, Meyerbeer, Rossini und Verdi, The Philharmonia Orchestra, Tullio Serafin, EMI 33CX1231

Die Aufnahme ist vollständig auf Maria Callas zugeschnitten und erklingt in deutlich historischer Qualität.

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Felix Mendelssohn-Bartholdy, 3. Sinfonie, „Die Schottische“, The Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer, EMI SAX 2342

Keine Empfehlung hingegen für Otto Klemperers nur im Kriechgang vorwärts kommende Interpretation der „Schottischen“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy

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Gustav Mahler, 4. Sinfonie, The Philharmonia Orchestra, Elisabeth Schwarzkopf, Otto Klemperer, EMI SAX 2441

Klemperer und das Philharmonia Orchestra setzen Mahlers Partituranweisungen konsequent um, vermeiden aber jeden Exzess …

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Anton Bruckner, 4. Sinfonie, “Die Romantische”, The Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer, EMI SAX 2569

Otto Klemperers Einspielung der „Romantischen“ von Anton Bruckner aus dem Jahr 1965 bestätigt wieder einmal, dass schon vor Günter Wand einzelne Dirigenten bei Bruckner eher die kompositorische Struktur in den Blick nahmen als von einem monumentalen Gipfel zum anderen zu wandern.

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EMI-Reissues von Testament Records

Testament Records hat einen imponierenden Schwung an Nachpressungen von EMI-LPs auf den Markt gebracht. Dabei werden Standards, die sich für solche Wiederveröffentlichungen inzwischen eingebürgert haben, auch hier gehalten …

(Text erschien erstmals in image hifi 3/2000 und wurde jetzt fürs Internet leicht überarbeitet und in einzelne Artikel aufgeteilt)

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Mischa Maisky und Sergio Tiempo: Musik für Cello und Klavier von Mendelssohn-Bartholdy

Es geht ja schon lange kein Streicher mehr, wie ehedem noch Nathan Milstein, mit zweitrangigen Pianisten ins Studio. Mischa Maisky hat bei den beiden Cello-Sonaten, den Variations concertantes sowie weiteren (hier teils in Bearbeitung erklingenden) Miniaturen von Felix Mendelssohn-Bartholdy einen jungen Pianisten aus Caracas an der Seite…

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Consortium Classicum, Dieter Klöcker: Klarinettenquartette von Antonio Casimir Cartellieri (MDG 3011097-2)

Dieter Klöcker ordnet Cartellieri (1772-1807) als Frühromantiker ein, der – vergleichbar mit Beethoven – einen unverwechselbaren Personalstil gefunden habe. Die hier eingespielten Klarinettenquartette belegen das gut, weisen aber auch deutliche Unterschiede zu Beethoven auf.

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Bartók Quartet: Streichquartette op. 11 und op. 30 von Tschaikowsky (Tacet 113)

Wurde aber auch Zeit, dass jemand das um sich greifende Motto „Jünger, schöner, besser zu fotografieren” durchbricht!

Das Bartók-Quartett wurde 1957 gegründet und spielt in der aktuellen Besetzung seit 1985 zusammen – Primarius und Bratscher bilden als Mitglieder der ersten Stunde das „historische Rückgrat”.

(Wiederveröffentlichung eines Textes aus dem Jahr 2002)

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The Emerson Encores (DG 471567)

Das Emerson String Quartet hat eine CD mit Zugaben heraus gebracht, und auch wenn es ja etwas verpönt ist, Einzelsätze aus dem Zusammenhang zu reißen, empfehle ich sie sehr.

(Wiederveröffentlichung eines Textes aus dem Jahr 2002)

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Michelle Shocked: Short Sharp Shocked (Mercury-LP)

Their lives ran in circles so small
They thought they’d seen it all so
They couldn’t make a place
for a girl who’d seen the ocean

aus: Memories of East Texas

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Mehr als "Ein Sommernachtstraum", Teil II: "Elias", die Streichquartette und das Oktett von Felix Mendelssohn Bartholdy auf LP (und CD)

Wie im ersten Teil schon angekündigt, folgt im zweiten Teil des anlässlich des Mendelssohn-Jubiläums (wieder)veröffentlichten Textes ein kleiner Abschnitt über eine LP-Ausgabe des Elias und über Kammermusik-LPs

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Mehr als "Ein Sommernachtstraum": Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy auf LP (und CD)

Heute vor 200 Jahren, am 3. Februar 1809, wurde Felix Mendelssohn Bartholdy in Hamburg geboren. Ein guter Grund, noch einmal ein paar wichtige, inzwischen historische, jedenfalls noch als LP herausgekommene Aufnahmen seiner Musik vorzustellen. Viele sind zwischenzeitlich auch auf CD erschienen.

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Erik Satie, "Sport & Vergnügen", Johannes Cernota und Constanze Brüning (Jaro-CD/Buch)

Erik Satie: Komponist, Texter, Zeichner, Satiriker – ein multimedial vernetzter Bürgerschreck, der mit 50 aussah wie Harry Potter mit 80. Wie man dem eine Bühne schafft? – Indem man Zeichnungen, Texte und Musik zu einem “Gesamtkunstwerk” zusammenschnürt. Was entsteht? – Sport & Vergnügen. Das Hör- und Bilderbuch.

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Evgeni Koroliov und Ljupka Hadžigeorgieva spielen Schubert (Tacet CD 0134-0)

Und wieder fällt dieser gleichsam “objektive” Zugang zur Musik auf: Keine großen Temposchwankungen, keine überzogenen dynamischen Extreme (obwohl das Klavierduo den Beginn der Fantasie wirklich ungewöhnlich leise nimmt), alles wird sorgfältig und genau ausgeführt. Sind die beiden Künstler damit nicht vielleicht doch auf dem Holzweg? Kann man Schubert so „objektiv“ spielen wie Bach?

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Hanns Eisler: Vierzehn Arten, den Regen zu beschreiben (Nova-LP, antiquarisch)

Die Musik hat unüberhörbare klangmalerische Elemente, womit ihr zweiter Bezugspunkt ins Spiel kommt: Obwohl sie mühelos als ein autonomes Werk für sich allein überzeugt, enstand die Variationsfolge als eine Art experimenteller Musik zu Filmsequenzen, die Joris Ivens, ein holländischer Dokumentarfilmer, Hanns Eisler zur Verfügung gestellt hatte. Es wäre bestimmt interessant, Film und Musik einmal im Zusammenhang zu erleben!

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Kansas, "Leftoverture", Kirshner JZ 34224 (Speakers Corner-LP)

Carry On Wayward Son …, mindestens diesen Titel von diesem Album kennt fast jeder.

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Der Parc du Haut-Fourneau Uckange

Im Jahr 1890 bauten die Gebrüder Stumm in Uckange bei Thionville auf einer Fläche von 12 Hektar eine Industrieanlage riesigen Ausmaßes, bestehend aus vier Hochöfen, die schon 1904 um zwei weitere Hochöfen ergänzt wurden. Die Anlage blieb hundert Jahre in Betrieb und wurde 1991 geschlossen …

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Die Galerie David d'Angers

Ich bin klein (fünf Fuß, zwei Zoll). Ich habe einen dicken Kopf mit dichtem blonden Haar. Meine Augen sind verdeckt und mein Blick verrät, dass ich viel gelitten habe. (...) Vom Typ her bin ich ein Mann des einfachen Volkes, gehöre aber zu der Art Volk, das für die Freiheit kämpft.

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Nigel Kennedy Quintet mit Xantoné Blacq: "A Very Nice Album" (EMI-CD)

“Spiel nicht dieses Jazz-Zeug! Wenn ein Boss von einer Plattenfirma im Zuschauerraum sitzt, ist es mit deiner klassischen Karriere schlagartig vorbei”, hatte ihm Dorothy DeLay geraten, die amerikanische Geigenlehrerin, durch deren ebenso strenge wie effektive Schule so viele berühmte Geiger seiner Generation gegangen sind. Aber von Kennedy weiß man natürlich längst, dass er sich nicht an ihren Rat hielt…

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Das Glas- und Heimat-Museum in Völklingen-Ludweiler

Auf dem Weg zur Ausstellung im Obergeschoss sehe ich aus dem Fenster. Draußen hängt eine Frau weiße Wäsche auf, eine Zigarette lässig im Mundwinkel. Sie hat keine Angst, dass der Wind ihr die Asche auf die frisch gewaschenen Sachen trägt. Warum auch? Früher war es hier im Warndt nämlich viel schmutziger. Wobei “früher” schon ziemlich lange her ist…

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Astor Piazzolla and the New Tango Quintet: Tango - Zero Hour (american clavé-LP)

Du Idiot!
Merkst Du nicht, daß dies der echte Piazzolla ist, nicht jener andere?
Du kannst die gesamte andere Musik fortschmeißen!

(Nadia Boulanger zu Astor Piazolla)

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Hélène Grimaud: Lektionen des Lebens

Ich bin dann mal weg: Wie bei Hape Kerkeling, den ein Hörsturz und die Entfernung einer Gallenblase zu einer Reise über den Jakobsweg nach Santiago de Compostela veranlassten, war auch bei Hélène Grimaud eine persönliche Krise der Auslöser für eine Reise: Die französische Pianistin war sich selbst fremd geworden und litt an Erschöpfung.

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Tracy Chapman: Tracy Chapman (Elektra Records-LP)

Es kam zu einer technischen Panne und der Ablauf des Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Concerts stockte. Kurzerhand ging Tracy Chapman noch einmal auf die Bühne, stellte sich mit ihrer Gitarre vor die 72000 Menschen und sang Songs aus ihrem Debut-Album.

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Joseph Haydn: fünf Barytontrios, gespielt von János Liebner, Gábor Fias und László Mezö (Hungaroton-LP)

Nikolaus I. Joseph Esterházy de Galantha formulierte barsch:
Endlichen wird ihme Capelmeister Haydn bestermaßen anbefohlen … solche stücken, die man auf der Gamba spielen mag, und wovon wir noch sehr wenig gesehen haben, zu Componieren.[1]
Joseph Haydn gehorchte seinem Dienstherrn (...).

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Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 4 c-Moll op. 44, gespielt von Robert Casadesus (CBS-LP) und Aldo Ciccolini (EMI-LP)

Das eigenwilligste unter seinen fünf Klavierkonzerten schrieb Saint-Saëns mit dem vierten in c-Moll, op. 44. Es entstand 1875 und wurde im selben Jahr in Paris uraufgeführt.

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K. A. Hartmann, Concerto funèbre, gespielt von André Gertler, der Tschechischen Philharmonie und Karel Ančerl (Supraphon-LP, antiquarisch, auch CD)

1939 schrieb Karl Amadeus Hartmann ein Violinkonzert, dem er zunächst die Bezeichnung Musik der Trauer gab. Natürlich wurde das Konzert im musikalisch gleichgeschalteten Deutschen Reich nicht aufgeführt. Nur allzu deutlich war es als Protest gegen das Münchner Abkommen von 1938 und den Einmarsch der Wehrmacht in die so genannte Rest-Tschechei 1939 aufzufassen – und als künstlerische Klage gegen den soeben begonnenen Krieg.

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Josef Suk und Alfréd Holeček spielen Antonín Dvořáks Kompositionen für Violine und Klavier (Supraphon-Doppel-LP, antiquarisch)

Mit den Slawischen Tänzen könnten wir vielleicht noch bis zum Herbst warten. Ich fühle auch jetzt mehr das Bedürfnis, etwas Seriöses zu schreiben… eine Violinsonate, das wäre so etwas, was mich bei guter Stimmung hält.

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Sergei Prokofjew: Sinfonie Nr. 5 B-dur op. 100 (auf LP antiquarisch und reissued, teils auch auf CD)

Prokofjews fünfte Sinfonie ist verhältnismäßig populär; sie gehört neben dem musikalischen Märchen Peter und der Wolf und der 1. Sinfonie mit dem Beinamen Symphonie classique zu den am häufigsten aufgenommen Werken des russischen Komponisten. Ihre Beliebtheit beruht vermutlich darauf, dass der Komponist dem Gebot der Verständlichkeit des Sozialistischen Realismus folgte. Prokofjews kühnere Sinfonien Nr. 2 und Nr. 3 sind in der Schallplattengeschichte jedenfalls längst nicht so häufig aufgenommen worden, und einmal mehr scheint der Klassikmarkt der freien Welt die Linie der sowjetischen Zensoren zu bestätigen.

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Experimente mit der Ölbedämpfung von Tonarmen

Von allen Hifi-Geräten und dem ganzen Zubehör finde ich Tonarme am spannendsten. Man hat so viele Möglichkeiten zum Selberschrauben, wobei die Möglichkeiten zur Justage ja immer zugleich auch Verpflichtungen sind: VTA, Azimuth, Anti-Skating, Auflagekraft. Um alles darf und muss der Plattenspielerbesitzer sich kümmern. Und dann gibt es noch eine ganze Reihe von Tonarmen, die sich mit Öl bedämpfen lassen.

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Colin Davis dirigiert "L'enfance du Christ" von Hector Berlioz (Philips-LP-Kassette, antiquarisch)

Die Keimzelle zu L’enfance du Christ (“Kindheit Christi”) entstand an einem geselligen Abend, fast möchte man von einer Schnapsidee sprechen. Die Freunde von Hector Berlioz spielten Karten. Der Komponist hasste das Spiel und langweilte sich. Er ließ sich von dem Architekten Joseph-Louis Duc provozieren: “Wenn Du schon nichts tust, kannst Du wenigstens ein Stück Musik für mein Album schreiben.”

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Juliette Gréco und ihre großen Chansons (Philips-LP, antiquarisch)

Ihre Chansons sind so unbestritten ein wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur, dass man sich eigentlich gar nicht mehr “kritisch” mit ihnen befassen kann. Wobei man als Schubladendenker nie so richtig weiß, ob man die Gréco und ihre Chansons nun zur Populärkultur oder zur Hochkultur schlagen soll.

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Magdalena Kožená: Ah! mio cor / Händel-Arien

Wieviel Drama darf’s denn sein – in der Barockoper?

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Hazmat Modine: Bahamut

Der Blues hat einen Bart.
Der Jazz ist nicht tot, aber er riecht schon komisch.*
Und der Country, der stinkt zum Himmel.

Und jetzt kommen Hazmat Modine…

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Payuta & Friends: Departure

Eines kann man Harry Payuta bestimmt nicht vorwerfen, nämlich dass er irgendwann in seinem Leben musikalisch stehen geblieben wäre. Der Bassist und Gitarrist hat in Rock- und Bluesbands gespielt, beim Jazz Station gemacht und war an Avantgarde-Projekten beteiligt. Schließlich öffnete er seine Musik für Einflüsse aus der ganzen Welt.

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Klarinetten-Sonaten von Johannes Brahms und Camille Saint-Saëns

In hohem Alter haben Brahms und Saint-Saëns Kammermusik für Blasinstrumente geschrieben – beinahe ein wenig überraschend, denn bisher galt eher das Streichquartett (oder die Klaviermusik) als würdiges Experimentierfeld für in die Jahre gekommene Komponisten.

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Sächsisches Vocalensemble, Matthias Jung: Motetten von Guillaume Bouzignac

Wer war Guillaume Bouzignac? Seine Einzigartigkeit liegt darin, dass er der kunstvollen Mehrstimmigkeit der Chormusik in der späten Renaissance einen großen dramatischen Ausdruck erschlossen hat.

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Dona Rosa: Alma Livre

Dona Rosa wanzt sich nicht an den Hörer ran. Sie hat keine Stimme für die globale Fahrstuhlmusik wie – sagen wir mal, ja wie zum Beispiel Norah Jones.

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Peter Kooy, La Chapelle Royale, Philippe Herreweghe: Kantaten BWV 82, 56 & 158

Die titelgebenden Eingangsarien der Kantaten BWV 82 („Ich habe genug“) und BWV 56 („Ich will den Kreuzstab gerne tragen“) haben manchen Interpreten dazu verführt, hier gleichsam in die Rolle des singenden Ichs aus den Arientexten zu schlüpfen und die Musik ziemlich dramatisch aufzufassen.

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Jordi Savall, Ariane Maurette und Ton Koopman spielen die Pièces de Violes von François Couperin (Telefunken-LP, antiquarisch)

François Couperin war schon sechzig Jahre alt, als er in Paris die Pièces de Violes avec la basse chifrée [sic] drucken ließ. Seine Produktivität hatte nachgelassen.

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Jeder Ton eine Rettungsstation

Nach Respekt und Black Codes veröffentlicht Christian Broecking mit Jeder Ton eine Rettungsstation sein drittes Taschenbuch mit Interviews afro-amerikanischer Musiker.

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Analog oder digital? Mir (relativ) egal!

Es soll noch immer Leute geben, die sich am Streit um Tonträgerformate festbeißen können. Analog oder digital? LP oder CD/SACD/DVD? – Mich interessiert die Frage längst nicht mehr so brennend. Dabei bin ich Plattensammler.

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Michel Schwalbé: Virtuose Violine (Hörzu-LP, antiquarisch)

Michel Schwalbé wurde 1957 von Herbert von Karajan als Konzertmeister für die Berliner Philharmoniker engagiert. Der Geiger spielte die Solo-Violine in vielen heute als “klassisch” geltenden Karajan-Aufnahmen, darunter der “Missa Solemnis”-Einspielung aus dem Jahr 1966 sowie der “Also sprach Zarathustra”-Aufnahme von 1974.

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Das Geigenbaumuseum in Mittenwald

Nur der Eingang mit dem barocken Schild und dem goldenen Geigenkorpus ist der gleiche geblieben: Vor zwei Jahren wurde das Geigenbaumuseum in Mittenwald neu eröffnet.

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Quadro Nuevo: Tango bitter sweet (Doppel-LP/CD)

Die vier Musiker vom Quadro Nuevo spielen Tango auf akustischen Instrumenten. Die Grundbesetzung ihres Quartetts besteht aus einem Akkordeon, einem Saxophon, einem Kontrabass und einer Gitarre.

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Brass Noir on the Trans-Balkan Highway (LP)

Christoph Rossner grinst. Er ist zufrieden. Die LP ist fertig geworden, pünktlich zur HighEnd 2007. Der Plattenspieler-Entwickler hat sich für seine erste LP aus dem Katalog des Berliner Weltmusik-Labels Piranha Musik eine Compilation von Blechblas-Musik zusammengestellt.

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"Musik kommt immer aus einem spontan gedachten Satz" - Christoph Ullrich im Gespräch, Teil 3

...kamen wir im dritten und letzten Teil auf allgemeine Interpretationsfragen, das Aufnehmen und Christoph Ullrichs Projekte für Kinder zu sprechen.

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Engel an der Copacabana: Teresa Salgueiro & Septeto de João Cristal

Stimmen wie Teresas entdeckt man nicht in einer Bar. Die fallen entweder direkt vom Himmel oder in einem braven Schulchor auf.

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Klazz Brothers & Edson Cordeiro: "Klazz meets the Voice" (CD)

Kilian Forster (Bass), Tobias Forster (Klavier) und Tim Hahn (Drums) sind klassisch ausgebildete Musiker, die als Klazz Brothers Musik machen, die weder so richtig in die Klassik-, noch in die Jazz-Schublade passt.

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Hören durch die Butzenscheibe?

Haben Sie „Ein Lautsprecher, zehn Meinungen“ auf www.hifi-tunes.de gelesen?

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"Strippen" eines Denon DL 103 oder eines Volpe, Einbau in ein Holzgehäuse

In image hifi (2/2006) habe ich Tonabnehmergehäuse aus Holz vorgestellt, die Uwe Paulus von Stereolab für das Denon DL103 anfertigt. Selbstverständlich offeriert und liefert Uwe Paulus ein fertiges Produkt – niemand muss selbst basteln.

Es sei denn, er möchte…

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New Model Army: Thunder and Consolation

War das noch Punk? Nein, nicht mehr. Man muss bei New Model Army für die Anzahl der Akkorde schon weiter zählen können als bis drei, und welche echte Punk-Band wäre je – wie absurd! – auf den Gedanken gekommen, Streicher einzusetzen?

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La Traviata: Callas? Cotrubas? Netrebko?

Lange nicht mehr hat eine Oper so viel mediale Aufmerksamkeit erfahren wie die La Traviata-Produktion der Salzburger Festspiele 2005. Jetzt hat die Deutsche Grammophon davon einen Live-Mitschnitt auf zwei CDs veröffentlicht. Ich vergleiche die Neu-Aufnahme mit zwei Fix-Sternen der La Traviata-Diskografie aus den Jahren 1955 und 1976.

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Das Janáček Quartet spielt Streichquartette von Leoš Janáček

Im Streichquartett haben einige Komponisten die Decke über ihrer Gefühls- und Gedankenwelt ein wenig mehr als sonst gelupft. Und auf einmal tritt Biographisches in die strenge Sphäre absoluter Musik.

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Ernst Haefliger (Tenor), Erich Werba (Klavier): Schwanengesang D957

Es ist keine Luxus-Stimme, mit der Ernst Haefliger den Hörer für sich einnimmt. Weder standen ihm die strahlend-reiche Fülle eines Fritz Wunderlich zur Verfügung, noch die Mühelosigkeit, mit der Siegfried Lorenz vokale Finessen und tonliche Schönheit in seiner Schwanengesang-Aufnahme (bei allerdings langsameren Tempi) ausbreiten konnte.

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Franz Schubert: Schwanengesang D957 (ein kurzer Einführungstext)

Nein, ein Liederzyklus wie Die Winterreise oder Die schöne Müllerin ist der Schwanengesang nicht. Winterreise und Müllerin haben unverkennbar epische Züge und erzählen eine Geschichte vom Anfang bis zum (relativ offen gehaltenen) Ende. Eine solche Klammer inhaltlichen Zusammenhangs umschließt den Schwanengesang nicht.

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Fritz Wunderlich (Tenor), Hubert Giesen (Klavier): Die schöne Müllerin, D795

Fritz Wunderlich befand sich 1966, dem Jahr seines Unfalltodes, in einer entscheidenden Phase seiner Karriere. Er war mittlerweile Mitte dreißig. Längst war er durch Arienplatten populären Zuschnitts bekannt, und die Plattenindustrie hatte ihn inzwischen als Mozart-Tenor auch in Gesamtaufnahmen berücksichtigt. Doch er strebte nach mehr.

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Marianne Beate Kielland singt Geistliche Solokantaten von Johann Sebastian Bach

Ihre Stimme erinnert mich an den Klang einer Alt-Blockflöte: Die Höhe leuchtet gedeckt und innig, im mittleren Tonbereich klingt sie ungewöhnlich warm, da hat sie die schönste Farbe, und dort verfügt Marianne Beate Kielland über das größte dynamische Differenzierungsvermögen und die feinste Ausdruckspalette. Sie bezeichnet sich selbst als Mezzo-Sopranistin (www.kielland.no), doch sämtliche Solo-Partien dieser Kantaten schrieb Bach für die Alt-Stimme.

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Listen & Compare: audite-Chef Ludger Böckenhoff im Interview

Live-Aufnahmen von Rafael Kubelik mit dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks, die in den sechziger und siebziger Jahren auf analogem Bandmaterial mitgeschnitten wurden, präsentiert Ludger Böckenhoff dabei einmal in einer überarbeiteten Fassung und einmal als Eins-zu-eins-Kopie des Masterbandes. Der SACD-Hörer kann also zwischen der „bereinigten“ Fassung und dem „Original“ wählen. Warum dieser Aufwand?

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"Wenn ich zu schnell gehe, kann ich die Landschaft nicht sehen. Wenn ich zu langsam gehe, langweile ich mich." - Christoph Ullrich im Gespräch, Teil 2

Christoph Ullrich: “Der Weg in vertrautes Gelände ist meistens mit einem ganz bestimmten Tempo verbunden: Wenn ich zu schnell gehe, kann ich die Landschaft nicht sehen. Wenn ich zu langsam gehe, langweile ich mich. Für mich ist das beispielsweise beim zweiten Satz der A-Dur-Sonate von Schubert so. Da steht als Tempobezeichnung Andantino. Ich würde Schubert gerne persönlich fragen, wie er das eigentlich meint. Denn für mich ist dieser Satz kein Andantino. Es ist ein Adagio. Und ich kann es nicht anders spielen!”

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"Ich improvisiere die Interpretation aus dem Moment heraus" - Christoph Ullrich im Gespräch

Christoph Ullrich: “Für mich heißt das: Ich improvisiere die Interpretation aus dem Moment heraus. Dabei sollen natürlich keine eitlen “Mätzchen” gemacht werden – das ist aber eine Gefahr, in die man sich garnicht begibt, wenn man die Musik von innen heraus erleuchtet und nicht nur von außen anstrahlt.”

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Brahms' Trio für Violine, Waldhorn und Klavier Es-Dur op. 40

Selbst Brahms war klar, dass es schwierig werden würde, ein Trio für diese Besetzung auf den Markt zu bringen. Darum erschien sein Opus 40 zuerst mit einer Cello-Stimme und später auch in einer Version mit Bratsche im Druck. Brahms schwebte aber von Anfang an ein Horn vor, und nicht nur das: ein Waldhorn sollte es sein – obwohl es längst die bequemer und sicherer zu spielenden Ventilhörner gab.

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Witold Lutosławski: Konzert für Orchester

Der polnische Dirigent Witold Rowicki wollte ein „herausforderndes“ Stück für das Warschauer Philharmonische Orchester und wandte sich an seinen Landsmann, den Komponisten Witold Lutosławski. Der brauchte vier Jahre, von 1950-1954, um das Konzert für Orchester zu schreiben. Es ist bis heute Lutosławskis populärstes Werk.

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Volkslieder von Johannes Brahms

Für Johannes Brahms war die Volksmusik keine diffuse Quelle ideeller Inspiration, sondern etwas ebenso Konkretes zur Materialgewinnung, wie ein Steinbruch für einen Bildhauer.

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Willenbrock

Mein Auto, mein Haus, meine Firma, meine Geliebte, meine Frau,...: Bernd Willenbrock hat es geschafft. Der Magdeburger Gebrauchtwagenhändler darf sich fünfzehn Jahre nach der Wende zu den Gewinnern rechnen. Aber dies ist keine Erfolgsgeschichte, denn die böte keinen Stoff für einen guten Film. Und Willenbrock ist ein guter Film.

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Die fetten Jahre sind vorbei

Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) brechen nachts in Villen ein und verrücken die Möbel. So bekämpfen sie den Kapitalismus und verbessern die Welt. Denken sie. Jule (Julia Jentsch) kommt hinzu. Sie wirkt nicht so dumm als würde sie ohne Versicherungsschutz Auto fahren; sie hat es aber trotzdem gemacht.

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Isabelle Antena: Les derniers guerriers romantiques

Die Band Antena geht 1981 auseinander, kurz nach der Veröffentlichung des ersten Albums Camino del sol. Isabelle bleibt, macht weiter und nennt sich jetzt Isabelle Antena. Zehn Jahre und eine handvoll Alben später: Isabelle Antena ist bekannt für einen Musikstil, in dem Samba und Bossa Nova, Elektro-Pop und Jazz und die Synthesizer zu etwas Neuem vergoren sind.

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Einstürzende Neubauten: Tabula Rasa / Ende Neu

Was war das für Musik? Pop, Punk, Rock, Independent, Industrial – mit wohlsortiertem Schubladendenken kommt man den Einstürzenden Neubauten nicht bei.

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Radka Toneff (Gesang), Steve Dobrogosz (Klavier): Fairytales

Hier passiert nicht Spektakuläres. Wer von einer Jazz-Platte mit Stimme und Klavier impulsiven Funkenflug erwartet, wird Fairytales vielleicht sogar etwas langweilig finden – mit seltsam schlechtem Gewissen, denn Fairytales ist Radka Toneffs letzte Studio-Aufnahme.

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Milva. Das Konzert. (Metronome 2-LP-Set)

Am Samstagabend durfte ich bis zehn Uhr aufbleiben und mit Mama und Papa fernsehen. Milva war die rothaarige Schlagertante mit schrecklichem Akzent, die am Samstagabend zu Peter Frankenfeld kam. Im Programm damaliger Musiksendungen war sie eine feste Größe – wie Peter Alexander oder Karel Gott. Ich glaube, dass ich damals geahnt, aber nicht begriffen habe, dass sie sich trotzdem irgendwie von den üblichen “Musik ist Trumpf”-Gästen unterschied.

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Bruno kauft Hifi

Was, Sie kennen Bruno nicht? Dann haben Sie unser Analog-Buch nicht gelesen… Bruno ist eine imaginäre Figur, in die Freunde, Bekannte und Kollegen (nicht von image hifi) eingegangen sind. Im Analog-Buch der hifi tunes habe ich Bruno als Interessenten für einen Plattenspieler erfunden. Jetzt hat sich jemand an mich gewandt, weil er sich eine neue Hifi-Anlage kaufen wollte. Ich bleibe der Anonymität halber bei Bruno.

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Pepe Justicias: trece noces

Im typischen Flamenco-Ensemble blieben geradezu archaische Musizierweisen erhalten: Canta – der Gesang, Palmas y jaleos – Händeklatschen und Rufen, Taconeos – das rhythmische Stampfen von Tänzerinnen und Tänzern, Bateria – eine Vielfalt an Percussionsinstrumenten. In dieser Umgebung kommt es für einen Gitarristen nicht auf einen besonders schön modulierbaren und lange nachklingenden Ton an, sondern auf Durchsetzungsfähigkeit.

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Chumbawamba: English Rebel Songs 1381-1914

Im Jahr als Chumbawamba die CD English Rebel Songs 1381-1914 veröffentlichten, hatten Milli Vanilli und die Pet Shop Boys ihre größten Erfolge. Vielleicht macht das klar, wie exotisch Chumbawamba waren. Sie waren nicht exotisch, weil sie “linke” Musik machten und über soziale und politische Themen sangen – das war in der Zeit von U2 oder Tracy Chapman nicht ungewöhnlich…

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Sara Tavares: Balancê!

Was für eine Stimme! Glockenhell windet sie sich locker, leicht und schwerelos durch die komplizierten Texte einer uns fremd anmutenden Sprache. Es ist die Sprache von Einwandererkindern, wie Sara Tavares erklärt: “Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, dann sprechen wir eine Mischung aus portugiesischer Umgangssprache, Slang aus Angola und kapverdischem ‘crioulo’, das wiederum viele Lehnworte aus dem Englischen und Französischen enthält.“

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Joe Jackson: Body and Soul

Heute gibt es überall Sushi-Bars. Aber im Sommer 1983 war sowas vermutlich selbst in L.A. ein etwas versnobter Ort. Joe Jackson und David Kershenbaum trafen sich dort, tranken viel Sake und kamen ins Philosophieren. Es ging um den als steril empfundenen Klang moderner Pop-Produktionen. Wer erinnert sich nicht mit Schaudern an die ersten Digital-Aufnahmen aus den frühen 80ern und ihr krustiges Klangbild? Jackson und Kershenbaum planten eine neue Platte und wollten alles besser machen.

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Das Doppelkonzert von Johannes Brahms

Die Situation war verfahren: Joseph und Amalie Joachim hatten einen heftigen Ehestreit, weil der berühmte Geiger seine als Altistin erfolgreich konzertierende Frau der Untreue bezichtigte. Johannes Brahms, mit beiden befreundet, hatte Amalie in einem Brief sein Vertrauen ausgesprochen, und eben diesen Brief hatte sie im Scheidungsverfahren vor Gericht gegen Joseph Joachim genutzt, um ihre Unschuld zu unterstreichen.

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