Platte11

1193 Tage zuvor

Süddeutsche: Streamen oder besitzen?

Christian Helten und Jakob Biazza erklären in der Süddeutschen ihre unterschiedlichen Positionen dazu.

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1613 Tage zuvor

Wechsel zu image hifi

Nach einer zufriedenen Zeit bei Hifi&Records zieht es mich zurück an eine alte Wirkungsstätte. Ich schreibe ab sofort wieder für image hifi. Mein erster Artikel dort handelt von den Nuits d‘Été, einem Orchesterlieder-Zyklus von Hector Berlioz. Ich habe ihn schon abgegeben.

Weil ich seit einem Jahr wieder in Vollzeit arbeite und den Hifi- und Musikjournalismus nur noch als “Freizeitbeschäftigung” betreibe, mein zweites Hobby neben dem laienhaften Geigenspiel, wird hier auf platte11.de – wie ja schon seit längerer Zeit – nur noch in unregelmäßigen Abständen was publiziert. Wenn ich Zeit und Lust habe, über Musik oder Hifi zu schreiben, wird das in erster Linie bei image hifi erscheinen. Ich möchte dieses Projekt hier, in dem ja doch Arbeit steckt, nicht einfach schließen oder löschen. Da lasse ich es doch lieber ein wenig in der ruhigen See des weltweiten Netzes weiter vor sich hin dümpeln.

Herzliche Grüße an alle,

Heinz Gelking

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1664 Tage zuvor

Musik in der Fabrik

“In ungewöhnlichen Spielstätten reicht die Akustik für ein intensives Hörerlebnis oftmals nicht aus. Geht es nicht eher darum, dass es schicker ist, ein Konzert in eine Fabrikhalle zu verlegen? Solche Experimente sind aber nur dann förderlich, wenn man sich tatsächlich auf die Essenz der Musik konzentrieren kann.”

Isabelle Faust in der Zeit. Und hat sie nicht recht?!

Den Drang von Sinfonieorchestern in die Kathedralen der Industriekultur habe ich nie verstanden. Die akustischen Bedingungen in diesen Gebäuden aus Glas, Ziegeln (oder Beton) und Stahl sind meistens schlecht. Was man an Ambiente gewinnt, verliert man an Klang.

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1894 Tage zuvor

X für'n U

Zum ersten Mal im Dortmunder U gewesen. Man kann da prima Rolltreppe fahren. Der Eingangsbereich ist mir persönlich ein wenig zu rot.

Ich gebe zu, ein wenig an Helligkeit und Kontrast geschraubt zu haben, damit das Foto in etwa den Eindruck wiedergibt, der sich bei mir einstellte, als ich dieses Foyer betrat ;-)

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1900 Tage zuvor

Raumakustik-Rechner im Internet - eine Linkliste

Es gibt ein paar Rechenprogramme zur Raumakustik im Internet. Mit denen habe ich in den vergangenen Tagen ein wenig herum probiert. Ich bestreite überhaupt nicht, dass eine vernünftige Lösung für raumakustische Probleme vermutlich am schnellsten mit Hilfe fachmännischer Messungen zu finden ist, und könnte mir gut vorstellen, das irgendwann auf genau diese Weise anzugehen. Aber noch bin ich in dem Stadium davor: sich erstmal selbst informieren. Und dabei erschienen mir die folgenden Programme ziemlich nützlich:

Rechner zur Raumakustik/ Nachhallzeit bei der Franz Rametsteiner GesmbH

Raummoden-Rechner bei der Franz Rametsteiner GesmbH

Akustik-Rechner von Sirko Zidlewitz für track4.de

Rechenservice von Fastaudio

Ergänzung vom 19.06.:

Nachhallzeit-Rechner bei Sengpielaudio

Raummoden-Rechner bei Sengpielaudio

Rechenservice für Helmholtz- und Platten-Resonatoren

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2080 Tage zuvor

Vollverstärker selbst bauen

Während ich mir ein Bild von einem Linear Acoustic LA Tube 1 ansehe, kommt Rafael (3 1/2 Jahre) dazu. Er zeigt auf das Foto. Dann entspinnt sich folgender Dialog:

- Das ist ein Hifi. Muss man vorsichtig sein.

- Ja, Rafael.

- Und wenn ich da dran gehe und es kaputt mache, dann sage ich „Entschuldige bitte“.

- Aber das soll man doch nicht kaputt machen, Rafael!

- … oder ich baue dir ein neues Hifi.

- Wie denn?

- Ich nehme so ein Kabel und so eine Kiste. Da tue ich das ganze Elektro rein. Und dann Deckel drauf. Vorne noch so ein Dreh für laut und leise. Fertig.

Er versteht schon heute mehr von Verstärkern als ich.

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2138 Tage zuvor

Nochmals, kurz: Kapellenbau von Peter Zumthor

Eine kurze Ergänzung noch zu meiner Besichtigung der Bruder-Klaus-Kapelle.

Was ich nicht wusste, worauf mich ein freundlicher Leser aber hinwies: Peter Zumthor hat vor vielen Jahren mit der Caplutta Sogn Benedetg schon einmal eine Kapelle gebaut. Zu diesem Projekt gibt es einen über Google-Books auffindbaren Text von Abt Daniel Schönbächler OSB, in dem er die Akzeptanzprobleme breit auffächert.

Exzellente Fotos der Caplutta Sogn Benedetg findet man auf der Seite von Christoph Engel.

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2143 Tage zuvor

Über 50 Tanker in der Bucht von Fos-sur-mer

Über 50 Tanker lagen vergangene Woche in der Bucht von Fos-sur-mer. Der drittgrößte Ölhafen der Welt wurde bestreikt.

Streitpunkt sind vor allem die Rentenreformen.

“Die Rente mit 60 ist wegen der demographischen Entwicklung, aber auch der Konkurrenz mit anderen Staaten nicht mehr finanzierbar”, sagen die einen, darunter Sarkozy.

Dagegen wehren sich die Streikenden. Ihr wichtigstes Argument: “Man muss die Arbeitslosigkeit junger Menschen abbauen, die in Frankreich bei 25 % liegt. Das geht nur, wenn die Alten in den – übrigens ohnehin wohlverdienten – Ruhestand gehen.”

Die Argumente beider Seiten sind nicht von der Hand zu weisen.

Die Streikenden trafen Frankreich an einer empfindlichen Stelle.

Als Urlauber habe ich das Bild der riesigen Schiffe in der weiten Bucht genossen. Zugleich muss man sich fragen, wie lange das wohl noch geht: Einfach so mit dem PKW bis ans Mittelmeer fahren und dabei 60 Liter Diesel pro Strecke unwiederbringlich verbrennen.

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2172 Tage zuvor

Reinhard Wieschhoff-van Rijn †

Am 3. September starb Reinhard Wieschhoff-van Rijn in Paris. Er hatte mit dem Klein+Hummel FM 2002 einen Tuner entwickelt, der bis heute als Maßstab gilt.

Im Herbst 2008 hatte ich ihn anlässlich eines in Rambouillet mit ihm geführten Interviews kennen gelernt. Ich war von der Akribie, mit der er nach wie vor in einem blitzsauberen Labor an Tunern arbeitete, sehr beeindruckt. Sympathisch, dass er im Gespräch immer wieder den Leistungen anderer Tuner-Entwickler Respekt zollte. Er respektierte die Arbeit anderer. Auf der anderen Seite wusste er natürlich selbst ganz genau, dass er ein paar der weltbesten Tuner entwickelt hatte.

Wenn ich das Interview nun ein zweites Mal veröffentliche (erstmals erschien es in hifi tunes – Das Klassikerbuch von der image-VerlagsgmbH), dann verstehe ich das als Verbeugung vor seiner Person und seiner Leistung.

Sie finden das Interview hier.

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2233 Tage zuvor

Juli-Mond über der Saar

Gestern, vielleicht gegen 17.00 Uhr: Bei schönstem Wetter steht deutlich sichtbar der Mond über der Saar bei Grosbliederstroff.

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2244 Tage zuvor

Does sound matter any more ...?

... fragte im November 2008 On an overgrown path, ein Weblog, welches ohnehin schon lange eine dicke Empfehlung von hier aus verdient hat.

Auf dem selben Blog fand ich auch:

(Youtube-Einbindung wegen rechtlicher Bedenken entfernt; bitte nutzen Sie die Suchfunktion bei Youtube: “Hans Keller, Pink Floyd u.ä. Stichworte)

Hans Keller spricht mit Pink Floyd. Heute würde ich mir so einen Satz in einem Künstlergespräch einmal wünschen wie: “Warum muss es immer so schrecklich laut sein?” (etwa ab 5.55 min). Stattdessen wird gefragt, wann die neue Platte rauskommt und die Tournee beginnt – typischer PR-Smalltalk eben.

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2257 Tage zuvor

Aus meinem fotografischen Notizbuch: Grube Velsen bei Großrosseln

Im Saarland heißen die Bergwerke bekanntlich Gruben; das hatte ich hier schon einmal erwähnt. Vor ein paar Wochen fand auf der Grube Velsen eine Kunstausstellung (Colors of Velsen 2010) statt – die Gelegenheit, das Gelände zu besichtigen. Wegen urheberrechtlichen Bedenken zeige ich hier lieber keine Fotos der ausgestellten Werke, sondern nur ein paar beim Rundgang aus freier Hand schnell festgehaltene Impressionen.
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2297 Tage zuvor

Baustellenbesichtigung beim Musée Lalique in Wingen-sur-Moder (Alsace, France)

Vorweg bemerkt:

Mittlerweile hat das Musée Lalique eröffnet

HG, 21.07.2011

In Wingen-sur-Moder entsteht das Musée Lalique. 1921 hatte René Lalique dort eine Manufaktur errichtet. Sie ist heute weltweit der einzige Ort, an dem Lalique-Kristall hergestellt wird.

Das Museum entsteht an einem historischen Ort der Glasproduktion, nicht aber an einer Produktionsstätte von Lalique, denn die ist ja noch in Betrieb. Nach einem Entwurf von Jean-Michel Wilmotte werden dazu vier bestehende historische Gebäude restauriert.

Außerdem entwarf der französische Designer und Architekt einen flachen Neubau (rechts im Bild).

Er öffnet sich durch ein großes Fenster zur elsässischen Landschaft hin und fügt sich durch ein zukünftig begrüntes Dach in sie ein.

Heute bestand die Möglichkeit, sich das Projekt durch die Museumsleiterin, einen Vertreter der in Form eines so genannten Syndicat mixte organisierten institutionellen Förderer sowie ein Mitglied des privaten Fördervereins erläutern zu lassen.

Museumsshop und Sonderausstellungsbereich finden im größten der historischen Gebäude ihren Platz.

Ein Museumsbesuch macht Hunger und Durst. Gute Aussichten für die Museumsgastronomie, die in dieses hübsche Haus am Rand des Geländes einzieht.

Im Frühjar 2011 müssen die Museumsleiterin Véronique Brumm und ihr kleines Team fertig sein. Dann ist Erföffnung.

Weiterführende Links:

Französische Seite des Museumsprojekts

Frühere Beiträge zu Glas-Themen in diesem Weblog:

Ausstellung Émile Gallé

Glas- und Heimatmuseum in Völklingen-Ludweiler

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2299 Tage zuvor

125. Geburtstag von Otto Klemperer

Ein Leserkommentar erinnerte mich heute an den 125. Geburtstag von Otto Klemperer.

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2299 Tage zuvor

Centre Pompidou-Metz

Heute da, aber nicht drin gewesen. Von drei Stunden Wartezeit in der Schlange war die Rede. Vielleicht im September oder Oktober …

Aber ein paar Fotos habe ich mitgebracht.

Die Eröffnungsausstellung des Centre Pompidou-Metz heißt: “Meisterwerke?”

Freier Eintritt am Eröffnungswochenende – und alle wollen hin.

Der Zaun erzählt die Baugeschichte.

Die Gestaltung der Grünanlagen nimmt die Wellenform der Dachkonstruktion auf. Oder spielen beide auf die hügelige Landschaft Lothringens an?

Assoziationen: Hier gibt das Dach den Blick wie ein Augenlid frei. Es erinnert mich aber auch ein wenig an die “Schwangere Auster” in Berlin.

Die Dachkonstruktion. Ein traditionelles Material trägt ein modernes. Süddeutsche Handwerker haben mitgebaut.

Der scharfkantige Quader durchstösst die organische Form des Dachs auf fast gewaltsame Weise.

Sicher, die Architektur ist verspielt. Nähme man ihr allerdings das Dach und die Quader weg, bliebe ein recht gewöhnliches Gebäude übrig.

Das Centre Pompidou-Metz liegt am Rand der Innenstadt. In der Umgebung: Bahnlinien …

... und erstaunlich viel Grün. Die spektakuläre Architektur kommt hier gut zur Wirkung, weil der Betrachter – anders als in einer Innenstadtlage – immer neue, auch entferntere Perspektiven suchen kann.

Normalerweise geht man in ein Museum, um sich drinnen etwas anzusehen. Das Centre Pompidou-Metz scheint dagegen einzuladen: Kommst Du rein, kannst Du raus gucken!

Es eröffnen sich Ausblicke in jede Himmelsrichtung. Die zurückgesetzen, gleichsam in Sonnenblenden gefassten Glasfronten sehen aus wie Schiffsbrücken oder Überwachungskameras.

Ob die drinnen gezeigte Kunst der Konkurrenz der hier eröffneten Panoramen stand hält?

Mir gefällt das Centre Pompidou-Metz jedenfalls. Es bildet nicht nur einen selbstbewussten, ja aufregenden Gegenpol zum Dom von Metz, sondern auch zu den vielen Gebäuden in der Stadt, denen man ansieht, dass sie früher eine Verwaltungsfunktion hatten oder militärisch genutzt wurden. Verglichen mit der ewigen Konkurrentin, nämlich Nancy mit seinen Jugendstil-Gebäuden und mit dem Place Stanislas, hatte die Stadt Metz touristischen Besuchern nicht viel zu bieten. Nancy wirkte wohlhabender, bürgerlicher, schicker, kulturbeflissener – bisher jedenfalls. Metz war dagegen einfach nur eine alte Garnisonsstadt in einer schwerindustriellen Region.

Beide – Militär und Industrie – zogen und ziehen ab. Darum sprach “Sarko” in seiner Eröffnungsrede wohl auch um Optimismus werbend von der “Renaissance von Metz”. 200.000 Besucher sollen im Centre Pompidou-Metz pro Jahr erwartet werden. Damit sind natürlich auch Hoffnungen beim Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Hotellerie verbunden. Mal ganz davon abgesehen, dass ein solcher “Leuchtturm” das Image einer Stadt tiefgreifend wandeln kann.

200.000 Besucher pro Jahr – das klingt ambitioniert. Einen Vorteil hat Metz gegenüber anderen Provinzstädten allerdings: Es liegt für Luxemburger und Deutsche direkt auf dem Weg nach Paris. Von Saarbrücken aus braucht man keine Stunde hierher.

Am Wochenende spielt Aphex Twin und es gibt das in Frankreich bei großen Feiern fast obligatorische Feuerwerk. Beim Centre Pompidou-Metz ist man auf alles vorbereitet.

Weiterführende Links:

Artikel in der Zeit

Spiegel-Artikel über die Dachkonstruktion

Internetseite des Centre Pompidou-Metz

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