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14. Juli 2010

Die "Neue Gegenwart" startet Galerie-Ableger

Abb.: Screenshot inkl. Ausschnitt eines Fotos von Sarah Bernhard

Das recht bekannte Online-Magazin Neue Gegenwart hat einen Ableger bekommen: Die Neue Gegenwart Contemporary.

Björn Brückerhoff fasst seine Ziele so zusammen: “Neue Gegenwart Contemporary ist ein neuer Ausstellungsort im Netz für Fotografie, Malerei, Film, Videokunst – aber auch für Editorial- und Produktdesign der Gegenwart.”

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24. Juni 2010

Aus meinem fotografischen Notizbuch: Grube Velsen bei Großrosseln

Im Saarland heißen die Bergwerke bekanntlich Gruben; das hatte ich hier schon einmal erwähnt. Vor ein paar Wochen fand auf der Grube Velsen eine Kunstausstellung (Colors of Velsen 2010) statt – die Gelegenheit, das Gelände zu besichtigen. Wegen urheberrechtlichen Bedenken zeige ich hier lieber keine Fotos der ausgestellten Werke, sondern nur ein paar beim Rundgang aus freier Hand schnell festgehaltene Impressionen.
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21. Juni 2010

Côte d’Azur – das Paradies auf Zeit; Fotografien von Jacques Henri Lartigue im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster

Fotonachweis: Jacques-Henri Lartigue: Côte d’Azur – Das Paradies auf Zeit; © 2010 Ministère de la Culture et de la Communication – France / AAJHL, Pressematerial des Graphikmuseum Pablo Picasso Münster

Das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster präsentiert vom 18. Juni bis zum 22. August 2010 die Ausstellung „Côte d’Azur – Das Paradies auf Zeit“ mit rund 170 Fotos des Franzosen Jacques Henri Lartigue. Die Werke stammen aus dem Zeitraum von 1908 bis 1980 und zeigen mehrheitlich Motive der französischen Riviera vor dem Zeitalter des modernen Massentourismus. Lartigue lichtete Strandleben und Sport ebenso ab wie luxuriöse Villen und Hotels oder seine jeweiligen Musen und Ehefrauen. Auf diesem Wege dokumentierte er mit seinen Fotos das Ende der „Belle Epoque“ in Frankreich aus einem ganz privaten Blickwinkel.

Der Fotograf, Dandy und Lebemann Lartigue (1894-1986) wuchs förmlich mit der Fotokamera auf. Als Spross einer der reichsten Familien Frankreichs bekam er mit sieben Jahren seine erste Kamera geschenkt, die ihm zum ständigen Begleiter werden sollte. Nach künstlerischer Ausbildung an der berühmten Pariser „Académie Julian“ dokumentierte er fotografisch sein materiell sorgenfreies Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er dann wiederholt fotografische Auftragsarbeiten in Gestalt von Fotoreportagen und Werbefotografien. Ein Presseartikel aus dem Jahre 1953 rühmte ihn als „ersten Amateurfotografen Frankreichs.“ Im August 1955 schuf Lartigue eine Fotoserie über Pablo Picasso und Jean Cocteau, die ihn in Frankreich bekannt machte. Fotos von ihm wurden nun gelegentlich neben Werken von Brassaï, Doisneau und Man Ray in Pariser Galerien präsentiert.

Erst 1963 jedoch gelang Lartigue der große internationale Durchbruch durch eine Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art („The Photographs of Jacques Henri Lartigue“). Späten Ruhm erlangte er auch durch den Umstand, dass er 1974 zum offiziellen Fotografen des französischen Präsidenten Valéry Giscard d’Estaing ernannt wurde. 1979 schenke Lartigue sein fotografisches Werk dem französischen Staat. Die „Donation Jacques Henri Lartigue“ in Paris verwaltet und bearbeitet seitdem sein Œuvre. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Association des Amis de Jacques Henri Lartigue, Ministère de la Culture, France realisiert.

Quelle: Pressetext.

Weitere Informationen auf der Internetseite des Museums.

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17. Juni 2010

A STAR IS BORN. Fotografie und Rock seit Elvis. Eine Ausstellung.

Fotonachweis: Chuck Berry, St. Louis, MO, 2001, fotografiert von Mark Seliger, © Mark Seliger, from: The Music Book, 2008 (Pressematerial Museum Folkwang)

Am 2. Juli 2010 eröffnet das Museum Folkwang die Ausstellung A Star Is Born. Fotografie und Rock seit Elvis. Über 250 Exponate werden präsentiert: Fotografien, Plattencover, Zeitschriften und Autogrammkarten aus 60 Jahren Rock- und Popgeschichte, darunter Werke von Baron Wolman, Jill Furmanovsky, Mick Rock, Ron Galella, Neal Preston, Mark Seliger, Kevin Westenberg oder Annie Leibovitz sowie der deutschen Fotografen Olaf Heine, Jim Rakete, Astrid Kirchherr, Didi Zill und Jürgen Vollmer. Fotografen, die kaum weniger bekannt sind als die Stars, an deren Mythenbildung sie entscheidenden Anteil hatten: Elvis Presley, Little Richard, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Frank Zappa, David Bowie, Prince oder Bands wie die Rolling Stones, Queen und die Beatles bis hin zu den White Stripes, Coldplay, Franz Ferdinand oder den Arctic Monkeys.

Kuratiert wird die Ausstellung von Ute Eskildsen, Leiterin der Fotografischen Sammlung; gefördert wird sie von der RWE AG.

Quelle: Pressetext Museum Folkwang, leicht überarbeitet

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15. Mai 2010

Baustellenbesichtigung beim Musée Lalique in Wingen-sur-Moder (Alsace, France)

In Wingen-sur-Moder entsteht das Musée Lalique. 1921 hatte René Lalique dort eine Manufaktur errichtet. Sie ist heute weltweit der einzige Ort, an dem Lalique-Kristall hergestellt wird.

Das Museum entsteht an einem historischen Ort der Glasproduktion, nicht aber an einer Produktionsstätte von Lalique, denn die ist ja noch in Betrieb. Nach einem Entwurf von Jean-Michel Wilmotte werden dazu vier bestehende historische Gebäude restauriert.

Außerdem entwarf der französische Designer und Architekt einen flachen Neubau (rechts im Bild).

Er öffnet sich durch ein großes Fenster zur elsässischen Landschaft hin und fügt sich durch ein zukünftig begrüntes Dach in sie ein.

Heute bestand die Möglichkeit, sich das Projekt durch die Museumsleiterin, einen Vertreter der in Form eines so genannten Syndicat mixte organisierten institutionellen Förderer sowie ein Mitglied des privaten Fördervereins erläutern zu lassen.

Museumsshop und Sonderausstellungsbereich finden im größten der historischen Gebäude ihren Platz.

Ein Museumsbesuch macht Hunger und Durst. Gute Aussichten für die Museumsgastronomie, die in dieses hübsche Haus am Rand des Geländes einzieht.

Im Frühjar 2011 müssen die Museumsleiterin Véronique Brumm und ihr kleines Team fertig sein. Dann ist Erföffnung.

Weiterführende Links:

Französische Seite des Museumsprojekts

Frühere Beiträge zu Glas-Themen in diesem Weblog:

Ausstellung Émile Gallé

Glas- und Heimatmuseum in Völklingen-Ludweiler

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13. Mai 2010

Centre Pompidou-Metz

Heute da, aber nicht drin gewesen. Von drei Stunden Wartezeit in der Schlange war die Rede. Vielleicht im September oder Oktober …

Aber ein paar Fotos habe ich mitgebracht.

Die Eröffnungsausstellung des Centre Pompidou-Metz heißt: “Meisterwerke?”

Freier Eintritt am Eröffnungswochenende – und alle wollen hin.

Der Zaun erzählt die Baugeschichte.

Die Gestaltung der Grünanlagen nimmt die Wellenform der Dachkonstruktion auf. Oder spielen beide auf die hügelige Landschaft Lothringens an?

Assoziationen: Hier gibt das Dach den Blick wie ein Augenlid frei. Es erinnert mich aber auch ein wenig an die “Schwangere Auster” in Berlin.

Die Dachkonstruktion. Ein traditionelles Material trägt ein modernes. Süddeutsche Handwerker haben mitgebaut.

Der scharfkantige Quader durchstösst die organische Form des Dachs auf fast gewaltsame Weise.

Sicher, die Architektur ist verspielt. Nähme man ihr allerdings das Dach und die Quader weg, bliebe ein recht gewöhnliches Gebäude übrig.

Das Centre Pompidou-Metz liegt am Rand der Innenstadt. In der Umgebung: Bahnlinien …

... und erstaunlich viel Grün. Die spektakuläre Architektur kommt hier gut zur Wirkung, weil der Betrachter – anders als in einer Innenstadtlage – immer neue, auch entferntere Perspektiven suchen kann.

Normalerweise geht man in ein Museum, um sich drinnen etwas anzusehen. Das Centre Pompidou-Metz scheint dagegen einzuladen: Kommst Du rein, kannst Du raus gucken!

Es eröffnen sich Ausblicke in jede Himmelsrichtung. Die zurückgesetzen, gleichsam in Sonnenblenden gefassten Glasfronten sehen aus wie Schiffsbrücken oder Überwachungskameras.

Ob die drinnen gezeigte Kunst der Konkurrenz der hier eröffneten Panoramen stand hält?

Mir gefällt das Centre Pompidou-Metz jedenfalls. Es bildet nicht nur einen selbstbewussten, ja aufregenden Gegenpol zum Dom von Metz, sondern auch zu den vielen Gebäuden in der Stadt, denen man ansieht, dass sie früher eine Verwaltungsfunktion hatten oder militärisch genutzt wurden. Verglichen mit der ewigen Konkurrentin, nämlich Nancy mit seinen Jugendstil-Gebäuden und mit dem Place Stanislas, hatte die Stadt Metz touristischen Besuchern nicht viel zu bieten. Nancy wirkte wohlhabender, bürgerlicher, schicker, kulturbeflissener – bisher jedenfalls. Metz war dagegen einfach nur eine alte Garnisonsstadt in einer schwerindustriellen Region.

Beide – Militär und Industrie – zogen und ziehen ab. Darum sprach “Sarko” in seiner Eröffnungsrede wohl auch um Optimismus werbend von der “Renaissance von Metz”. 200.000 Besucher sollen im Centre Pompidou-Metz pro Jahr erwartet werden. Damit sind natürlich auch Hoffnungen beim Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Hotellerie verbunden. Mal ganz davon abgesehen, dass ein solcher “Leuchtturm” das Image einer Stadt tiefgreifend wandeln kann.

200.000 Besucher pro Jahr – das klingt ambitioniert. Einen Vorteil hat Metz gegenüber anderen Provinzstädten allerdings: Es liegt für Luxemburger und Deutsche direkt auf dem Weg nach Paris. Von Saarbrücken aus braucht man keine Stunde hierher.

Am Wochenende spielt Aphex Twin und es gibt das in Frankreich bei großen Feiern fast obligatorische Feuerwerk. Beim Centre Pompidou-Metz ist man auf alles vorbereitet.

Weiterführende Links:

Artikel in der Zeit

Spiegel-Artikel über die Dachkonstruktion

Internetseite des Centre Pompidou-Metz

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28. April 2010

Projektraum Fotografie im Union-Gewerbehof in Dortmund wird mit einer Ausstellung eröffnet

Hier fand ich einen Hinweis, den ich gerne weiter gebe: Haiko Hebig, Gerhard Kurtz, Daniel Sadrowski eröffnen in Dortmund einen Ausstellungsraum für Fotografie.

Na dann Alles Gute dem Projektraum Fotografie!

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28. April 2010

Von der Heydt-Museum zeigt ab dem 1. Juni: Nude Visions – 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie

Die Ausstellung Nude Visions lädt den Besucher zu einer Reise durch eine Sammlung von Aktfotografien aus 150 Jahren ein. Zu sehen sind mehr als 250 Bilder, Bücher und Mappenwerke, darunter Meisterwerke aus jeder Epoche: Von Fotografien aus dem 19. Jahrhundert, die sich an Vorbildern der Antike und Renaissance orientieren, bis zu surrealistischen Experimenten und der Mode- und Lifestyle-Fotografie. Die Fotografien werden zu Gemälden aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums in Kontrast gestellt.

Diese Ausstellung ist in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum /
Sammlung Fotografie entstanden.

Nude Visions – 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie

1. Juni – 15. August 2010

Internetseite der Ausstellung

Quelle: Pressetext, gekürzt und variiert

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22. April 2010

Fotos von Glashüttenarbeitern im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Glasmacher bei Schott. Foto: H. Heidersberger/Institut Heidersberger

Der Beruf des Glasmachers ist hart. Bei der Gluthitze der Öfen müssen schwere Massen bewegt und mit Lungenkraft an der “Pfeife” in Form gebracht werden. Kein Wunder, dass die Glasmacher seit dem Mittelalter klagen: “Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen.”

Eine Ausstellung in der Glashütte Gernheim zeigt Fotos, die dokumentieren, wie anstrengend die Arbeit der Glasmacher auch im Industriezeitalter tatsächlich noch war. Exemplarische Stationen der Glasherstellung hielt etwa Albert Renger-Patzsch seit den 1920er Jahren fest. Wie Szenen eines Stummfilms erschienen die Aufnahmen von Paul Wollf aus zahlreichen Industriebetrieben. Beeindruckt von den handwerklichen Fähigkeiten zeigt Heinrich Heidersberger Arbeitsabläufe der 1950er Jahre bei Schott. Die Bewunderung für den Glasmacher als Künstler drückt sich außerdem in Fotos der Gegenwart aus, so in Aufnahmen der Maestri von Murano.

Parallel zu dieser Ausstellung zeigt das Fotoforum Minden eigene Fotos zum Thema “Helden”, darunter auch “Helden der Arbeit”. Dabei haben die Fotografen ungewöhnliche oder normalerweise verborgene Arbeitsstätten in den Blick genommen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Juli 2010

Quelle: Pressetext LWL, gekürzt und variiert.

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22. März 2010

Fotoausstellung "Menschen und Arbeit" im LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage

Schuster bei der Arbeit, Foto: LWL

LWL-Industriemuseum zeigt analoge Schwarz-Weiß-Fotografie

Studenten der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur haben sich in einem Seminar intensiv mit der analogen Fotografie und dem Thema “Menschen und Arbeit” beschäftigt. 47 der dabei entstandenen Bilder präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 16. März. bis zum 1. August in seinem Ziegeleimuseum in Lage.

Quelle: Pressetext LWL, gekürzt

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2. März 2010

"Zeche Hannover" - Fotografien aus dem Ruhrgebiet von Bernd und Hilla Becher in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur Köln

Bernd und Hilla Becher: Förderturm, Zeche Hannover 3/6, Bochum-Günnigfeld, Ruhrgebiet, D, 1972 (Pressematerial zur Ausstellung)

Um ehrlich zu sein, habe ich unter den für Pressezwecke angebotenen Ruhrgebietsfotos von Bernd und Hilla Becher dasjenige ausgesucht, was mir als “am wenigsten langweilig” erschien. Ich finde die für das berühmte Fotografenpaar typischen Bilder von den immer gleichen Motiven – Fachwerkhäusern, Zechen, Stahlhütten und Wassertürmen – beim immer gleichen Himmel – hell und diffus, ohne harte Schatten – in der immer gleichen, betont sachlichen Perspektive ein wenig ermüdend, auch wenn “die Bechers” es natürlich gerade darauf angelegt haben, in ihren Serienbildern die Vielfalt innerhalb einer Gattung darzustellen, was natürlich eine gewisse Wiederholung bedingt.

Bernd und Hilla Becher haben ein dokumentarisches Konzept verfolgt und ihr Mittel war die sachlich-nüchterne, scheinbar (nicht: anscheinend) auf Inszenierung verzichtende Fotografie.

Erstaunlich nur, dass ihre unspektakuläre, eher durch Fleiß und Durchhaltevermögen als durch fotografischen Reiz gekennzeichnete Arbeit so populär geworden ist. Vielleicht eine Auswirkung ihrer Lehrtätigkeit und ihrer vielen erfolgreichen und einflussreichen Schüler?

Wie auch immer: Es gibt wieder einmal eine neue Becher-Ausstellung. Hier ein Ausschnitt aus der Presseankündigung:

“Im Mittelpunkt dieser umfangreichen Ausstellung mit Werken von Bernd und Hilla Becher steht die Zeche Hannover, Bochum, die das Künstlerpaar 1971-74 in zahlreichen Photographien aufzeichnete. 1973 wurde das Steinkohlenbergwerk stillgelegt. Die bei wiederholten Besichtigungstouren über das Gelände erarbeiteten Schwarzweiß-Negative sind von beiden zwischen 2004 und 2006 einer erneuten Durchsicht unterzogen worden. Die daraus resultierenden Abzüge bilden die Grundlage für eine differenzierte Beschreibung der Anlage, wie sie der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur heute exklusiv in einem Satz von rund 200 originalen Abzügen vorliegt. Zeche Hannover gehört zu den am ausführlichsten dokumentierten Anlagen im Ouvre der Bechers. Diese werden der Öffentlichkeit erstmalig vorgestellt und können parallel zu den aktuellen Ausstellungsaktivitäten im Ruhrgebiet anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 als ein besonderes Highlight angesehen werden.

Neben den Aufnahmen der Zeche Hannover bietet sich dem Besucher in Köln die Gelegenheit, weitere Bildgruppen der Bechers aus dem Ruhrgebiet zu entdecken, so von der Zeche Constantin, Bochum; Zeche Graf Moltke, Gladbeck; Zeche Helene, Essen; Zeche Königsgrube, Wanne-Eickel; Zeche Prosper, Bottrop und Zeche Wolfsbank, Essen. Die Aufnahmen sind in diesem Zusammenhang zum ersten Mal zu sehen, wenn auch einzelne Motive aus verschiedenen Typologien und Monographien des Künstlerpaars, wie zum Thema der Fördertürme, der Fabrikhallen, der Wassertürme, der Gasbehälter oder der Landschaften bekannt sein mögen. Insgesamt werden rund 300 Exponate aus der hauseigenen Sammlung ausgestellt, erworben mit Mitteln der Sparkasse KölnBonn, dem Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder.

Seit dem Beginn der Kooperation zwischen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur und Bernd und Hilla Becher im Jahre 1996, die nach dem Tod von Bernd Becher 2007 mit seiner Ehefrau fortgesetzt wird, ist dies die vierte Präsentation im Kölner Mediapark, die das Thema der systematischen Darstellung von weiträumigen Industrieanlagen und ihren Funktionseinheiten betrifft. Richtet sich nun erneut der Blick auf eine Bergwerksdokumentation der Bechers, so gibt dies einerseits die Möglichkeit, en detail einem fortwährenden künstlerischen Produktionsprozess zu folgen und andererseits einen Blick in den gewachsenen Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur zu werfen.

Bernd und Hilla Becher haben das Gelände der Zeche Hannover in methodisch unvergleichlicher und ausführlicher Weise aufgenommen und den Streifzügen, die beide mit ihren Großbildkameras unternahmen, lässt sich innerhalb der Ausstellung unmittelbar nachspüren. Dazu sei bemerkt, dass die Zeche über zwei Schachtanlagen verfügte …”

Hier ein Link zum Ausstellungsort, der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur Köln.

Die Ausstellung läuft vom 26. März bis zum 18. Juli 2010.

Übrigens ist die Zeche Hannover heute ein Standort des LWL-Industriemuseums.

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26. Februar 2010

"Licht gestalten" - Fotografien von Konrad Rufus Müller im LVR-Landesmuseum Bonn

Plakat zur Ausstellung “Licht gestalten” mit Fotografien von Konrad Rufus Müller

“Licht gestalten” oder “Lichtgestalten”?

Als einziger Fotograf hatte er alle Kanzler der Bundesrepublik Deutschland vor der Kamera – von Konrad Adenauer bis Angela Merkel: Konrad Rufus Müller, geboren am 22. März 1940 in Berlin-Wilmersdorf, studierte 1962 freie Malerei bei Professor Hans Jaenisch an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. 1965 fotografierte er Konrad Adenauer zum ersten Mal, in den folgenden 18 Monaten bis zum Tode Adenauers noch mehrmals. Müller fotografierte dann alle Kanzler der Republik.

Rund 150 Bilder des bekannten Fotografen werden ab dem 23. März im LVR-Landesmuseum zu sehen sein und anlässlich seines 70. Geburtstages eine Retrospektive seines Schaffens zeigen.
Konrad Rufus Müller arbeitet grundsätzlich schwarz/weiß, ohne zusätzliche Beleuchtung und entwickelt jedes Bild selbst. Die Ausstellung zeigt Konrad Rufus Müller jedoch nicht nur als Kanzlerfotografen. Darüber hinaus macht sie mit den anderen Aspekten seines Werkes bekannt wie Portraits von “einfachen” Leuten ebenso wie “Prominenten” oder seltsam entrückten Stillleben.

Quelle: Pressetext LVR, Überschrift HG

LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn
www.landesmuseum-bonn.lvr.de
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr
Mi 10 – 21 Uhr
Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag geöffnet.

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8. Januar 2010

Ausstellung im Saarlandmuseum: Werke von Marc Chagall

Ausstellungskatalog: Ralph Melcher (Hrsg.), Anne-Marie Werner, Karen Straub (Autorinnen), erschienen im Kehrer Verlag, Heidelberg

Die aktuelle Chagall-Ausstellung im Saarlandmuseum (noch bis zum 28.02.2010) zeigt – neben ganz wenigen Gemälden – vorwiegend lithografische Werke mit literarischen und religiösen Bezügen. Man sieht rund 200 Bilder zu Fabeln von La Fontaine, zum Roman “Die toten Seelen” von Gogol, zur Geschichte von Daphnis und Chloe sowie zum Alten Testament.

Am Mittwoch habe ich mir die Ausstellung angesehen – mit großem Vergnügen. Was ich allerdings nicht begreife: Warum werden Ausstellungswände neuerdings oft in so aufdringlichen Farben gestrichen? Die zum Teil ja doch recht kleinformatigen, teils einfarbigen, teils sanft kolorierten, manchmal aber auch in kraftvollen Farben gehaltenen Werke von Chagall werden im Saarlandmuseum vom intensiven Bordeaux-Rot der Ausstellungsräume beinahe erdrückt.

Wäre eine weiße oder graue Wand, die den Bildern den Vortritt ließe, wirklich langweilig?

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2. Januar 2010

Carreau Wendel

Das Wetter war schön, zumindest in der Mittagszeit, und ich habe ein wenig fotografiert. Das Carreau Wendel wird heute zum Teil als Bergbaumuseum genutzt (La mine), besteht aber überwiegend aus frei zugänglichem Gelände. Das besondere am Carreau Wendel: Hier liegen vier Zechen aus unterschiedlichen Zeiten ganz eng beieinander (auf dem letzten Bild kann man alle vier Fördergerüste gleichzeitig sehen).

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7. Dezember 2009

"Russkie": Foto-Ausstellung von Anastasia Khoroshilova im LVR-Landesmuseum Bonn


Foto aus der Reihe “Russkie” von Anastasia Khoroshilova

Die vielbeachtete junge russische Fotografin Anastasia Khoroshilova präsentiert im LVR-LandesMuseum Bonn ihr Projekt “Russkie”. In der Tradition August Sanders zeigt sie in eindringlichen, großformatigen Farbfotografien die Bewohner des ländlichen Russland, sie zeigt Menschen, die zu ihrer Umgebung, ihren Dingen und ihrer Landschaft gehören. In ihren Arbeiten geht es um Heimat und Tradition, sie zeigen eine gefährdete Welt, aber mehr noch “die Funken der menschlichen Hoffnung, der Würde und des Selbstwertes” (Anastasia Khoroshilova) in den Augen der porträtierten Menschen.

Die Ausstellung läuft vom 3.12. bis 31.1.2010 im LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn.

Quelle: Pressetext LVR.

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