Platte11

22. Juni 2011

X für'n U

Zum ersten Mal im Dortmunder U gewesen. Man kann da prima Rolltreppe fahren. Der Eingangsbereich ist mir persönlich ein wenig zu rot.

Ich gebe zu, ein wenig an Helligkeit und Kontrast geschraubt zu haben, damit das Foto in etwa den Eindruck wiedergibt, der sich bei mir einstellte, als ich dieses Foyer betrat ;-)

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22. Oktober 2010

Nochmals, kurz: Kapellenbau von Peter Zumthor

Eine kurze Ergänzung noch zu meiner Besichtigung der Bruder-Klaus-Kapelle.

Was ich nicht wusste, worauf mich ein freundlicher Leser aber hinwies: Peter Zumthor hat vor vielen Jahren mit der Caplutta Sogn Benedetg schon einmal eine Kapelle gebaut. Zu diesem Projekt gibt es einen über Google-Books auffindbaren Text von Abt Daniel Schönbächler OSB, in dem er die Akzeptanzprobleme breit auffächert.

Exzellente Fotos der Caplutta Sogn Benedetg findet man auf der Seite von Christoph Engel.

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17. Oktober 2010

Über 50 Tanker in der Bucht von Fos-sur-mer

Über 50 Tanker lagen vergangene Woche in der Bucht von Fos-sur-mer. Der drittgrößte Ölhafen der Welt wurde bestreikt.

Streitpunkt sind vor allem die Rentenreformen.

“Die Rente mit 60 ist wegen der demographischen Entwicklung, aber auch der Konkurrenz mit anderen Staaten nicht mehr finanzierbar”, sagen die einen, darunter Sarkozy.

Dagegen wehren sich die Streikenden. Ihr wichtigstes Argument: “Man muss die Arbeitslosigkeit junger Menschen abbauen, die in Frankreich bei 25 % liegt. Das geht nur, wenn die Alten in den – übrigens ohnehin wohlverdienten – Ruhestand gehen.”

Die Argumente beider Seiten sind nicht von der Hand zu weisen.

Die Streikenden trafen Frankreich an einer empfindlichen Stelle.

Als Urlauber habe ich das Bild der riesigen Schiffe in der weiten Bucht genossen. Zugleich muss man sich fragen, wie lange das wohl noch geht: Einfach so mit dem PKW bis ans Mittelmeer fahren und dabei 60 Liter Diesel pro Strecke unwiederbringlich verbrennen.

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19. Juli 2010

Juli-Mond über der Saar

Gestern, vielleicht gegen 17.00 Uhr: Bei schönstem Wetter steht deutlich sichtbar der Mond über der Saar bei Grosbliederstroff.

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24. Juni 2010

Aus meinem fotografischen Notizbuch: Grube Velsen bei Großrosseln

Im Saarland heißen die Bergwerke bekanntlich Gruben; das hatte ich hier schon einmal erwähnt. Vor ein paar Wochen fand auf der Grube Velsen eine Kunstausstellung (Colors of Velsen 2010) statt – die Gelegenheit, das Gelände zu besichtigen. Wegen urheberrechtlichen Bedenken zeige ich hier lieber keine Fotos der ausgestellten Werke, sondern nur ein paar beim Rundgang aus freier Hand schnell festgehaltene Impressionen.
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13. Mai 2010

Centre Pompidou-Metz

Heute da, aber nicht drin gewesen. Von drei Stunden Wartezeit in der Schlange war die Rede. Vielleicht im September oder Oktober …

Aber ein paar Fotos habe ich mitgebracht.

Die Eröffnungsausstellung des Centre Pompidou-Metz heißt: “Meisterwerke?”

Freier Eintritt am Eröffnungswochenende – und alle wollen hin.

Der Zaun erzählt die Baugeschichte.

Die Gestaltung der Grünanlagen nimmt die Wellenform der Dachkonstruktion auf. Oder spielen beide auf die hügelige Landschaft Lothringens an?

Assoziationen: Hier gibt das Dach den Blick wie ein Augenlid frei. Es erinnert mich aber auch ein wenig an die “Schwangere Auster” in Berlin.

Die Dachkonstruktion. Ein traditionelles Material trägt ein modernes. Süddeutsche Handwerker haben mitgebaut.

Der scharfkantige Quader durchstösst die organische Form des Dachs auf fast gewaltsame Weise.

Sicher, die Architektur ist verspielt. Nähme man ihr allerdings das Dach und die Quader weg, bliebe ein recht gewöhnliches Gebäude übrig.

Das Centre Pompidou-Metz liegt am Rand der Innenstadt. In der Umgebung: Bahnlinien …

... und erstaunlich viel Grün. Die spektakuläre Architektur kommt hier gut zur Wirkung, weil der Betrachter – anders als in einer Innenstadtlage – immer neue, auch entferntere Perspektiven suchen kann.

Normalerweise geht man in ein Museum, um sich drinnen etwas anzusehen. Das Centre Pompidou-Metz scheint dagegen einzuladen: Kommst Du rein, kannst Du raus gucken!

Es eröffnen sich Ausblicke in jede Himmelsrichtung. Die zurückgesetzen, gleichsam in Sonnenblenden gefassten Glasfronten sehen aus wie Schiffsbrücken oder Überwachungskameras.

Ob die drinnen gezeigte Kunst der Konkurrenz der hier eröffneten Panoramen stand hält?

Mir gefällt das Centre Pompidou-Metz jedenfalls. Es bildet nicht nur einen selbstbewussten, ja aufregenden Gegenpol zum Dom von Metz, sondern auch zu den vielen Gebäuden in der Stadt, denen man ansieht, dass sie früher eine Verwaltungsfunktion hatten oder militärisch genutzt wurden. Verglichen mit der ewigen Konkurrentin, nämlich Nancy mit seinen Jugendstil-Gebäuden und mit dem Place Stanislas, hatte die Stadt Metz touristischen Besuchern nicht viel zu bieten. Nancy wirkte wohlhabender, bürgerlicher, schicker, kulturbeflissener – bisher jedenfalls. Metz war dagegen einfach nur eine alte Garnisonsstadt in einer schwerindustriellen Region.

Beide – Militär und Industrie – zogen und ziehen ab. Darum sprach “Sarko” in seiner Eröffnungsrede wohl auch um Optimismus werbend von der “Renaissance von Metz”. 200.000 Besucher sollen im Centre Pompidou-Metz pro Jahr erwartet werden. Damit sind natürlich auch Hoffnungen beim Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Hotellerie verbunden. Mal ganz davon abgesehen, dass ein solcher “Leuchtturm” das Image einer Stadt tiefgreifend wandeln kann.

200.000 Besucher pro Jahr – das klingt ambitioniert. Einen Vorteil hat Metz gegenüber anderen Provinzstädten allerdings: Es liegt für Luxemburger und Deutsche direkt auf dem Weg nach Paris. Von Saarbrücken aus braucht man keine Stunde hierher.

Am Wochenende spielt Aphex Twin und es gibt das in Frankreich bei großen Feiern fast obligatorische Feuerwerk. Beim Centre Pompidou-Metz ist man auf alles vorbereitet.

Weiterführende Links:

Artikel in der Zeit

Spiegel-Artikel über die Dachkonstruktion

Internetseite des Centre Pompidou-Metz

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26. April 2010

L’itinéraire du charbon et de l’acier / Radweg von Kohle und Stahl

L’itinéraire du charbon et de l’acier, also der Radweg zum Thema Kohle und Stahl bei Petite-Rosselle und Forbach, führt über eine ehemalige Bahnstrecke. Reste der Signalanlagen kann man noch sehen. Enttäuschend finde ich allerdings die Präzision der Ausschilderung. Außerdem ist der Radweg offenbar noch lange nicht fertig – das beziehe ich nicht auf den fehlenden Asphalt, sondern auf die geringe Länge.

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26. April 2010

Arbeitersiedlung in Petite-Rosselle / Lothringen

Der Siedlungsbau von Bergwerksgesellschaften ist natürlich nicht auf das Ruhrgebiet beschränkt und das Reihenhaus keine Wohnform der letzten vierzig Jahre, wie ich bei einem Abstecher vom L’itinéraire du charbon et de l’acier wieder einmal erlebt habe:

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15. April 2010

Lothringen

Wie das Kommen und Gehen der (Bergbau-)Industrie eine Landschaft, aber auch eine Gesellschaft verändert, das erlebt man in Lothringen viel stärker als zum Beispiel im Ruhrgebiet. Der Grund liegt vielleicht darin, dass das Ruhrgebiet schon einen Schritt weiter ist als Lothringen. Die Versorgung der Wunden wurde in NRW ja mit großem Aufwand betrieben.

Alle Fotos aus dem fahrenden Bummelzug.

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16. Februar 2010

George Benson: "naturals" aus der Serie "Colour of Music"

Bildnachweis: “naturals” aus der Serie “Colour of Music” von George Benson, mit freundlicher Abbildungsgenehmigung des Künstlers, (Copyright: gwbenson)

Der in der Nähe von Birmingham lebende Künstler George Benson beschreibt diese fotografische Arbeit so:

“Die Serie betrachtet alleine die Farbe der Plattenhüllen, wobei die Platten jeweils nach Farben sortiert werden. Auf diese Weise werden die Genres gemischt: Techno steht neben Hiphop steht neben Rock steht neben House und so weiter.”

Übrigens: Die Serie ist “for sale”. Wäre das nichts als Wandschmuck für einen Hifi-Laden?

Hier die komplette Serie sowie eine Kontaktmöglichkeit zum Künstler.

Mit Dank an Thorsten Konigorski, wo ich über die Arbeit von George Benson zum ersten Mal gelesen habe.

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11. Februar 2010

Analoge und digitale Fotografie

Zitat aus “Analog-Film ohne Chance” beim Stil-Piraten:

Wenn man Fotografie als ein kontrast- und detailreiches, fehlerfreies und bis in die Ränder scharfes Abbilden eines Motives mit exakten Farbwerten, präzise ausgerichtetem Horizont sowie anschliessendem Posting in die gängigen Klugscheisserforen versteht, dann unterschreibe ich: “Film ohne Chance!”

Quelle: Der Stilpirat

Recht hat er, der Stilpirat.

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7. Februar 2010

Siegfried Lauterwasser - Karajans "Hausfotograf" hatte eine Vorgeschichte

“Foto: Siegfried Lauterwasser”, so steht es unter oder neben manchem veröffentlichten Foto von Herbert von Karajan. Was mir nicht klar war, dieser Blog-Eintrag aber andeutet und inzwischen auch im Wikipedia-Eintrag über Siegfried Lauterwasser zu lesen ist: Der in Überlingen am Bodensee geborene Fotograf war während des Zweiten Weltkriegs als Bildberichterstatter in einer Propaganda-Kompanie tätig und hatte sich auch zuvor schon fotografisch für den Nationalsozialismus engagiert.

Foto: Siegfried Lauterwasser / DG

Gibt es da womöglich so etwas wie “ästhetische” Kontinuitäten? Dieses sehr bekannte Foto von Herbert von Karajan und viele andere legen den Gedanken zumindest nahe, auch wenn es keine ausgesprochene (etwa für die Arbeiten von Leni Riefenstahl typische) Untersichtsperspektive zeigt, sondern nur einen imperativen Blick und eine imperative Gestik (die für Dirigenten gewiss nicht untypisch ist und insofern nicht zwingend zu Misstrauen berechtigt). Aber von anderen Vertretern der Karajan-Generation – Solti, Bernstein, Giulini – kennt man vergleichbare Fotos eigentlich nicht … Auf “offiziellen”, für Plattencover und andere Publikationformen vorgesehenen Fotos ließen sich die Karajan-Kollegen eher nachdenklich, versunken, visionär oder freundlich-lächelnd fotografieren (die Google-Bildersuche tritt jederzeit den Beweis dafür an!).

Ich bin nur ein interessierter Laie, finde aber, dass dieses Thema geradezu nach einer eingehenden kunsthistorischen Untersuchung ruft.

Wichtige Fragen könnten dabei sein:

- Unterscheiden oder gleichen sich Lauterwassers Propaganda-Fotos von seinen Karajan-Fotos?

- Welche Kritierien legte Karajan bei der Auswahl von Fotografen und Fotografien an?

- Wie wurden die Lauterwasser-Fotos im Nachkriegsdeutschland wahrgenommen? Gab es kritische Stimmen zu dieser Art der Inszenierung?

In dem Zusammenhang finde ich es interessant, dass noch im Jahr 2008 in einer Ausstellungsankündigung die Vergangenheit Lauterwassers offenbar überhaupt keine Rolle gespielt hat.

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14. Januar 2010

Kamerageschichte: 90 Jahre Rollei

Rollei feiert mit dieser Internetseite ein Jubiläum.

Wenn ich die dort gezeigten Fotoapparate an mir vorüber ziehen lasse, entsteht bei mir der Eindruck, dass die beste Zeit von Rollei wirklich in der Vergangenheit liegt.

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6. Januar 2010

Der Glockenturm von Marienau: Mein Beton ist schöner als Stein ...

Mein Beton ist schöner als Stein: Indem ich ihn bearbeite und auf’s Feinste ziseliere, wird daraus ein Material, dessen Schönheit die edelsten Baustoffe übertrifft (Auguste Perret).

Die Kirche von Marienau/ Forbach wurde 1953/54 von André Le Donné (1899-1983) entworfen. Er war von Auguste Perret beeinflusst worden, einem Architekten, der heute vor allem für den Wiederaufbau von Le Havre nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt ist.

Egal, was man heute von diesem Bau aus Stahlbeton halten mag – den Mut der Bauherren, Le Donné zu beauftragen und diesem Entwurf zuzustimmen, muss man einfach bewundern.

Die Bauweise – arme Materialien, schlichte, aber dauerhafte Verarbeitung – hat etwas Zisterziensisches. Am Glockenturm wird das besonders deutlich.

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2. Januar 2010

Carreau Wendel

Das Wetter war schön, zumindest in der Mittagszeit, und ich habe ein wenig fotografiert. Das Carreau Wendel wird heute zum Teil als Bergbaumuseum genutzt (La mine), besteht aber überwiegend aus frei zugänglichem Gelände. Das besondere am Carreau Wendel: Hier liegen vier Zechen aus unterschiedlichen Zeiten ganz eng beieinander (auf dem letzten Bild kann man alle vier Fördergerüste gleichzeitig sehen).

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