19. Juli 2010
Braucht platte11.de eine Facebook-Seite? Einen Twitter-Zugang? Ein Xing-Profil?
Den Entwicklungen im Internet hinke ich im Allgemeinen meilenweit hinterher, ohne dabei das Gefühl zu haben, wirklich Wesentliches zu verpassen. Auch sehe ich mir die Dinge lieber etwas länger an, bevor ich mich auf sie einlasse. Andererseits gehörte ich vor vier, fünf Jahren immerhin zu den ersten Musik- und Hifi-Journalisten, die in Deutschland gebloggt haben.
Nachdem aber nahezu alle Holz- und Online-Medien eine Facebook- oder MySpace-Seite und viele Journalisten einen Twitter-Zugang oder ein Xing-Profil haben, frage ich mich seit ein paar Monaten, ob mir da nicht vielleicht was angeht. Ich meine, man muss wirklich nicht jeden Quatsch mitmachen und jede diskussionswürdige Geschäftsidee unterstützen, aber gerade dann, wenn der thematische Fokus auf der E-Musik liegt, eröffnen einem die sozialen Netzwerke ja vielleicht Chancen, einen Zugang zu Leuten zu finden, die sich zwar für die Inhalte von platte11.de interessieren würden, für die aber ein Online-Magazin oder das Bloggen schon wieder von vorgestern sind .
Die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinien, beispielsweise bei Facebook, schrecken mich nicht ab. Nach so vielen Jahren im Journalismus und in der Blogosphäre verrät die alte Daten-Krake namens Google ohnehin genug über mich. Und wirklich Privates habe ich sowieso nie ins Internet gestellt.
Vielleicht probiere ich das wirklich einfach mal aus.
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16. Juli 2010
Ergänzung, Interview, Witze
Zwischenzeitlich hatte ich ein wenig aus den Augen verloren, dass ich Rezensionen mit einem “Short summary in English” einleiten wollte. Das habe ich hier jetzt nachgeholt. Übrigens: Verbesserungsvorschläge für mein Schul-Englisch sind jederzeit willkommen…
Dann möchte ich die Blog-Leser, die ja nicht zwingend mit den Magazin-Lesern identisch sind, auf ein Interview hinweisen, das ich mit Werner Matzke über die Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach geführt habe.
Just for fun: Die besten Männerwitze hatten sich bei der Süddeutschen ausgerechnet im Kulturteil versteckt…
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2. Juli 2010
Spam-List trifft den Falschen und unterbindet Kommunikation
Was mir zunehmend auf den Nerv geht, weil es schlimmer als Spam ist, das sind allzu scharf gestellte Spam-Filter und obskure “Blacklists”, die auch vernünftige Kommunikation unterbinden. Ich habe das gerade wieder erlebt: Etwa vierteljährlich informiere ich meine Ansprechpartner bei Tonträgerfirmen über Rezensionen, die von mir über ihre Produkte erschienen sind. Das erleichtert mir die Zusammenarbeit beträchtlich und hat sich bewährt. Ich brauche meinen Wunsch nach Rezensionsexemplaren nicht jedes Mal langatmig zu begründen – man kennt mich und meine Arbeit und weiß, dass es mir nicht darum geht, CDs “für umsonst” abzugreifen, sondern dass ich die eingegangenen Tonträger tatsächlich prüfe und über etwa 60 bis 70 Prozent von ihnen dann auch etwas schreibe.
Wie auch immer. Die vierteljährlichen Info-Mails sende ich von einer Debitel-Adresse aus an eine web.de-Adresse und alle Tonträgerkontakte setze ich im Interesse des Datenschutzes auf “BC”. Die Adressaten können sich also nicht gegenseitig sehen. Die Liste meiner Kontakte umfasst rund 30 Adressen. Nun bekomme ich immer öfter “Failure Notices”, beispielsweise folgenden Inhalts:
(...) does not like recipient.
... Due to spam blocked – see http://www.ix.de/nixspam/dnsbl_en/.
(...) does not like recipient.
Remote host said: (...) Service unavailable; Client host (...) blocked using Blocklist 1, mail from IP banned; To request removal from this list please forward this message to delist@messaging.microsoft.com.
(...) failed after I sent the message.
Remote host said: (...) Blacklisted by ix.dnsbl.manitu.net
Mir ist schon klar, dass ich diese Listen vermutlich umgehen könnte, wenn ich einfach eine andere Absender-Mail-Adresse nutzen würde, und diese Lösung werde ich aus rein praktiblen Gründen wohl in Zukunft auch nutzen, aber ich ärgere mich trotzdem:
Erstens arbeiten die Spamfilter im Wege der Unterstellung: Meine Mails sind keine Werbemails, werden aber trotzdem nicht zugestellt, weil sie offenbar irgendwelche mit Spammails vergleichbare Eigenschaften haben. Das bedeutet zweitens einen harten Eingriff in meine Kommunikationsmöglichkeiten und in meine Freiheiten, ohne dass das angestrebte Ziel erreicht werden würde.
Ich klebe ja zuhause meinen Briefkasten auch nicht zu, bloß weil da mal Werbung drin landet.
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25. Juni 2010
Vuvuzela goes Classic
Charming Quark zeigt ein nettes Video aus dem Berliner Konzerthaus. Drei Konzerthaus-Musiker spielen Brahms und Ravel auf – ja, genau …
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10. Mai 2010
Die u.a. von Robert Schumann herausgegebene "Neue Zeitschrift für Musik" ist online

Quelle: Screenshot Google Bücher online
Ein gewisser Dr. Robert Schumann gründete 1834 mit seinem späteren Schwiegervater Friedrich Wieck die Neue Zeitschrift für Musik. Diese interessante und längst gemeinfreie Quelle hat Google online zugänglich gemacht.
Übrigens existiert die Neue Zeitschrift für Musik bis heute; hier die aktuelle Internetseite.
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5. Mai 2010
Jacob Mathew: The Artist of Audio

Screenshot von der Internetseite von Jacob Mathew
Vor einiger Zeit habe ich hier auf die Skulpturen von Moses hingewiesen. In eine ähnliche, sicher wohnungstauglichere Richtung gehen einige Werke von Jacob Mathew. Hier seine Internetseite.
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2. März 2010
27 außergewöhnlich gestaltete Lautsprecher
Von Äpfeln, Eiern und Figuren: 27 überraschend gestaltete Lautsprecher bis hin zum “Boombox-Backpack”. Drei davon gefallen mir: das Sonicum Speaker System, die Rithm Speakers (sic!) und der Zeppelin von B&W. Den Rest finde ich dann doch zu verspielt.
Dies war ein Beitrag aus der Reihe: “Worauf man im Internet stösst, wenn man nach Hintergrundinformationen zu Lautsprechermembranen aus Keramik sucht…”
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26. Februar 2010
ZKO Achterbahn
Gefunden über Kammerton.Blogspot. Der kurze Imagefilm des Zürcher Kammerorchesters gewann den red dot award: communication design 2009.
Find’s ganz witzig gemacht. Hier weitere Infos zum Film.
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26. Februar 2010
hb.hifi.: Alter Kram und so ...

Holger Barske hat Dr. B. Schwäbe besucht und Fotos mitgebracht
Na, irgendwie sieht das hier doch anders aus als sonst: Holger Barske hat das Design seiner Internetseite überarbeitet. Und er hat einen Entwickler von OTL-Röhrenverstärker und Sammler von klassischen Hifi-Geräten besucht.
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18. Februar 2010
"Heute ist guter Klang Luxus" - Jens Jessens Lob der schweren Hifi-Geräte
Der Artikel ist damals wohl komplett an mir vorbei gegangen.
Es ist immer schön, wenn gute Musikwiedergabe auch von der “normalen” Presse thematisiert wird. Wir Hifi-Journalisten haben ja sonst so einen Exoten-Status, nach dem Motto: Verrückte schreiben für Verrückte …
Nicht alle Passagen des Artikels von Jens Jessen überzeugen mich inhaltlich hundertprozentig, aber für diese hier möchte ich ihm applaudieren:
“Wer nie erlebt hat, wie Gitarrensaiten Schwielen an den Händen machen oder die Ventile einer Trompete sich mit Spucke füllen, könnte Musik für etwas halten, was aus dem Kopf des Komponisten direkt in den Kopf des Hörers fließt – im Grunde eine unglaubliche Sublimation, eine Vergeistigung durch die Mittel der Technik, die begeistern müsste.
Wenn nicht alles Lug und Trug wäre. Denn es ist nur das MP3-File, das nicht mehr verrät, wie der Flötist schnauft und die Klappen der Oboen schmatzen. Die ursprüngliche CD, aber auch die gute alte Schallplatte, gut abgetastet, verraten das durchaus.”
(aus: “Spiel mir das Lied vom Ton – Vor 25 Jahren löste die CD die Schallplatte ab. Dann kamen Internet und MP3. Heute ist guter Klang Luxus. Ein Lob der schweren Hi-Fi-Geräte.”, Jens Jessen in der Zeit vom 26.08.2007)
Hier noch einmal der Link.
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16. Februar 2010
Do you remind me what a "record" is please?
- Do you remind me what a “record” is please?
- Do you mean a vinyl record? For serious??! I’m 12 and i know what they are! It’s the large black disc with ridges that play music with the help of a turntable!
Aus den Kommentaren zu diesem Eintrag bei Yanko-Design (via blog.funkygog.de).
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15. Februar 2010
Matthew Trusler bloggt
Matthew Trusler spielt mit einem Geigenbogen, der früher einmal Jascha Heifetz gehörte, auf einer Stradivari von 1711 – und ab und an findet er sogar Zeit zu bloggen.

Ich fand sein Blog, weil ich gerade seine aktuelle CD mit Aufnahmen der Violinkonzerte von Erich Wolfgang Korngold und Miklós Rózsa für Hifi & Records bespreche. Auch das ist ein erstaunliches Phänomen: Matthew Trusler betreibt sein eigenes CD-Label.
Da geht offenbar die Reise im Klassikbetrieb hin: Künstler suchen sich eigene Marketing-Instrumente und produzieren ihre eigenen Aufnahmen.
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30. Januar 2010
Interpretenportrait von Klára Würtz
Das Klaviertrio Amsterdam hat eine neue Doppel-CD mit Schubert-Werken herausgebracht. Auf der Suche nach weiteren Informationen über die Interpreten stieß ich auf einen Film über die Pianistin bei youtube. Klára Würtz hat – im Gegensatz zur Cellistin Nadia David und dem Geiger Joan Berkhemer – keine eigene Internetseite.
Hier der erste von acht Teilen des Interpretenportraits:
Ich hatte vor einigen Jahren mal eine kleine Box mit fünf SACDs von Klára Würtz besprochen und bin vor allem von den darin enthaltenen Schumann-Aufnahmen noch immer begeistert.
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21. Januar 2010
Komponisten der Gegenwart; Begriffe der Neuen Musik
Der SWR bietet auf seiner Internetseite zwei starke Nachschlage-Möglichkeiten:
Gut gemacht, finde ich.
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20. Januar 2010
William Hogarth: Der Musiker in Wut

Quelle: www.gutenberg.org bzw. en.wikipedia.org
Die Kammermusikkammer stellt in diesem Eintrag nicht nur eine CD mit Klarinettenwerken von Mozart vor, sondern vor allem ein offenbar hoch interessantes Buch, in dem sich Kommentare von Georg Christoph Lichtenberg zu Bildern von William Hogarth finden.
Nach meinem Eindruck bezieht sich das Bild auf die Konkurrenzsituation zwischen höfischer Musik und der Musik “auf der Straße”. Man beachte auch die Ausschnitte mit Details aus dem Bild, die auf der Kammermusikkammer-Seite zu sehen sind.
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