Platte11

19. Februar 2010

Richard Mohr - RCA Recording Icon

Richard Mohr/ Lewis Layton steht auf vielen Covers der von audiophilen Klassikliebhabern hoch geschätzten RCA-LPs der LSC-Reihe. Durch Zufall – eigentlich suchte ich Informationen über den Dirigenten Dimitri Mitropoulos – stieß ich nun auf eine Seite, die den Produzenten Richard Mohr ausführlich vorstellt.

Und hier, zur Erinnerung, noch einmal grundlegende Informationen zum Sammlergebiet RCA LSC 1234….

Kommentare

* * *

16. Februar 2010

George Benson: "naturals" aus der Serie "Colour of Music"

Bildnachweis: “naturals” aus der Serie “Colour of Music” von George Benson, mit freundlicher Abbildungsgenehmigung des Künstlers, (Copyright: gwbenson)

Der in der Nähe von Birmingham lebende Künstler George Benson beschreibt diese fotografische Arbeit so:

“Die Serie betrachtet alleine die Farbe der Plattenhüllen, wobei die Platten jeweils nach Farben sortiert werden. Auf diese Weise werden die Genres gemischt: Techno steht neben Hiphop steht neben Rock steht neben House und so weiter.”

Übrigens: Die Serie ist “for sale”. Wäre das nichts als Wandschmuck für einen Hifi-Laden?

Hier die komplette Serie sowie eine Kontaktmöglichkeit zum Künstler.

Mit Dank an Thorsten Konigorski, wo ich über die Arbeit von George Benson zum ersten Mal gelesen habe.

Kommentare

* * *

16. Februar 2010

Do you remind me what a "record" is please?

- Do you remind me what a “record” is please?

- Do you mean a vinyl record? For serious??! I’m 12 and i know what they are! It’s the large black disc with ridges that play music with the help of a turntable!

Aus den Kommentaren zu diesem Eintrag bei Yanko-Design (via blog.funkygog.de).

Kommentare

* * *

8. Dezember 2009

Herbert von Karajan über Musik der Gegenwart und andere Themen

Ein interessantes, zum Teil aber auch befremdlich wirkendes Interview, das Herbert von Karajan der Zeitschrift Stereo Review gab. Befremdlich, weil Karajan bestimmte musikalische Kompetenzen vor allem aus Afrika stammenden Menschen zuschreibt. Überschreitet das Gesagte schon die Grenze zum Rassismus? Ich weiß es nicht. Es ist jedenfalls sicher nicht im Sinne einer Herabsetzung gemeint.

Und noch etwas irritiert, nämlich diese Selbsteinschätzung Karajans: “As for myself, I can tolerate wrong notes, but I cannot stand unstable rhythm.”

Damit liegt er nach meiner Wahrnehmung ziemlich daneben. Gerade das Rhythmische gehörte nicht zu seinen Stärken. 2008 schrieb ich: “Problematisch sind seine Aufnahmen von Musik, die eine hohe rhythmische Präzision verlangt und ein beharrlich kühles Herz, das sich nicht mitreißen lässt und seinen Stiefel durchzieht: Den Boléro von Ravel oder Le sacre du printemps von Strawinski (beide von HvK 1964 für die DG aufgenommen) haben Pierre Boulez oder Pierre Monteux besser im Griff” (aus: Herbert von Karajan und die Schallplatte, erschienen in image hifi 3/2008).

Kommentare

* * *

30. September 2009

Wilma Cozart Fine gestorben

Im Analog-Forum las ich den Hinweis, dass Wilma Cozart Fine gestorben sei. Dort war auch dieser Artikel in der NY-Times verlinkt.

Wilma Cozart Fine verantwortete die Klassik-Aufnahmen des unter Audiophilen sehr geschätzten Labels Mercury Records. Unter musikalischen Gesichtspunkten sind dabei vor allem die Aufnahmen des Cellisten János Starker bedeutsam. Vor etlichen Jahren hatte Wilma Cozart Fine das Label Philips bei der Wiederherausgabe einiger Mercury-Aufnahmen auf CD unterstützt und war damit noch einmal in die Öffentlichkeit getreten.

Kommentare

* * *

25. September 2009

ECM wird 40 und feiert sich im Internet

1972 berichtete der Spiegel erstmals über das Label eines 29-jährigen Münchner „Einzelgängers“, für das sich immer mehr prominente US-Musiker interessierten, weil dort, so das Nachrichtenmagazin, die „derzeit besten Jazz-Aufnahmen“ erschienen. [...] Vierzig Jahre nach Gründung der Firma im Herbst 1969 liegen mehr als 1000 Produktionen aus einem weiten Spektrum vor; ECM gilt als „wichtigstes Markenzeichen der Welt für Jazz und zeitgenössische Musik“, wie der britische Independent einmal bemerkte [...].

Anlässlich des Jubiläums von ECM ist auch eine neue Website des Labels online gegangen.

Quelle: PR-Text von ECM

Kommentare

* * *

27. Mai 2009

Hans Grundig: Arbeitslose Zigarettenarbeiterin

Aus Rostock erreichte mich eine Anfrage, welches Bild sich auf dem folgenden Cover befinde:

Es handelt sich um ein Gemälde von Hans Grundig mit dem Titel “Arbeitslose Zigarettenarbeiterin”.

Laut Plattenhülle aus dem Jahr 1974 gehört es zum Bestand des Kulturhistorischen Museums Magdeburg.

Hier der ursprüngliche Artikel.

Kommentare

* * *

29. April 2009

Cover-Art mal anders: Die Archiv Produktion der Deutschen Grammophon Gesellschaft

Neuerdings sehe ich allüberall irgendwelche Klick-Strecken mit lustigen, erotischen, hässlichen, zensierten, legendären oder ausnahmsweise schlicht und einfach nur besonders gut gestalteten LP-Hüllen. Die Massenmedien haben das Vinyl für sich entdeckt. Da habe ich mir gedacht, bring doch auch mal ein schickes Cover ins Weblog ,-)

Wirklich: So bierernst stand um 1960 herum die Barockmusik im Plattenladen. Von allen Informationen auf der Cover-Front ist der Name des Interpreten – “Ralph Kirkpatrick” – am kleinsten geschrieben. Kleiner jedenfalls als “IX. Forschungsbereich” oder “Serie G: Werke für Klavier”. Als Barockmusiker musste man damals ein bescheidenes Auftreten pflegen. Wenn man nicht Glenn Gould hieß.

Im Falle der Archiv Produktion, einem Sub-Label der Deutschen Grammophon Gesellschaft war jeder LP sogar eine Karteikarte beigegeben, auf der man systematisch gegliederte Informationen zum Komponisten, zum Werk, zur verwendeten Notenausgabe und zur Aufnahme fand. So weiß ich jetzt, dass Kirkpatrick bei seiner Aufnahme der so genannten Goldberg-Variationen eine von ihm selbst herausgegebene, nach dem Erstdruck revidierte und 1938 bei Chapell & Co. Ltd, G.Schirmer erschienene Notenausgabe gespielt hat. Außerdem erfahre ich, dass die Aufnahme unter der Produktionsleitung von Wolfgang Lohse und der Aufnahmeleitung von Harald Baudis am 26./ 30.8.1958 in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem stattgefunden hat. Ich hätte gerne noch gewusst, welche Mikrofone, Mischpulte und Bandmaschinen zum Einsatz kamen, aber das erfahre ich leider nicht …

Die Werkeinführung auf der Rückseite der Plattentasche lehnt sich an die Sprache musikwissenschaftlicher Texte an, nein, sie ist selbst – nicht durchgehend, aber über weite Strecken – ein musikwissenschaftlicher Text. Manchmal gibt es sogar Fußnoten. Man verstand wirklich keinen Spaß.

Die LP war ein Luxusgut, das äußerst sorgfältig verpackt war. In diesem Fall in einer dreiteiligen, genähten Tasche aus hochwertigem Papier, in der sich eine dicke Kunststoffhülle befand. Aber wer sich diesen Luxus gönnte, und um einen Luxus handelte es sich angesichts der damaligen Kaufkraft wirklich, konnte die hohen Ausgaben vor sich selbst und anderen dadurch rechtfertigen, dass er in ein Stück musikalischer Bildung investierte.

Die Plattenhüllen der Archiv Produktion wirken heute ganz schön verstaubt. Bei aktuellen Barock-CDs – hier ein Beispiel des Decca-Sublabels L’Oiseau-Lyre – erinnert nichts mehr an die vor 50 Jahren demonstrierte Ernsthaftigkeit:

Die Informationsfülle von damals und die luxuriöse Situation, dass im Interesse der Vollständigkeit sogar abgelegene Werke aufgenommen werden konnten, wünsche ich mir trotzdem zurück.


Kommentare

* * *

23. April 2009

Jean Sibelius: Violinkonzert

In der nächsten Ausgabe von hifi & records werde ich über das Violinkonzert von Jean Sibelius schreiben und ein paar Einspielungen auf CD und LP vorstellen.

Das Konzert ist ungeheuer populär, und nahezu jeder bekannte Geiger hat es eingespielt. Zum Beispiel auch Christian Ferras – auf LP/CD mit Karajan, hier mit Zubin Mehta:

Kommentare

* * *

31. März 2009

Michelle Shocked: Short Sharp Shocked (LP)

Mit der Bitte um Entschuldigung: Der Artikel wurde verschoben:

www.platte11.de/article/michelle-shocked-short-sharp-shocked-mercury-lp

Er passt besser dort in den Magazin-Teil als hier ins Weblog.

Kommentare

* * *

20. März 2009

Beethoven mit Leon Fleisher, dem Cleveland Orchestra und George Szell: große Musik, miserabler Klang

Es gibt nur wenige Schallplattenaufnahmen, bei denen die Diskrepanz zwischen der musikalischen Bedeutung und der klangtechnischen Realisierung so groß ist, wie bei Leon Fleishers Aufnahmen der fünf Klavierkonzerte von Beethoven, bei denen das Cleveland Orchestra von George Szell geleitet wird. Die Einspielungen werden jetzt bald fünfzig Jahre alt, und immer dann, wenn ich mal wieder eines der Konzerte – gestern das Konzert Nr. 1 – aus der Schallplattenbox höre, denke ich, dass es noch immer die aufregendsten Aufnahmen der Beethoven-Konzerte sind, die ich kenne. Aber erstens kenne ich natürlich nicht alle. Zweitens gibt es sehr wohl eine Fülle von Alternativen, nicht zuletzt in Form der Einspielungen von Emil Gilels mit dem selben Orchester und dem selben Dirigenten aus dem Jahr 1968. So gut wie alle berühmten Pianisten der 50er, 60er und 70er Jahre haben ja ihren Konzert-Beethoven mindestens einmal komplett vor Mikrofonen irgendeiner Plattenfirma abliefern dürfen: Arrau, Kempff, Backhaus, Rubinstein, Barenboim, ... Nur Pollini scheint sich dem Zwang zur Vollständigkeit entzogen zu haben; er hat sich (damals) offenbar auf No. 3, 4 und 5 beschränkt.

Wie auch immer: Fleishers Einspielungen begeistern mich jedes Mal neu. Umso unbefriedigender finde ich ihren Klang: seltsam hart, wie permanent übersteuert, reichlich verzerrt klingend. Das gilt jedenfalls für meine deutsche LP-Box mit der Nummer CBS S 77410. Decca, Philips, EMI und viele andere Firmen haben damals besser klingende Platten zustande gebracht als CBS. Vielleicht muss ich mir die Konzerte doch irgendwann – ganz entgegen meiner Gewohnheit und Neigung – auch auf CD besorgen. Darauf, dass CBS-Vinyl irgendwann von den Reissue-Labels nachgepresst wird, braucht man nach aller Erfahrung der letzten Jahre wohl nicht zu hoffen …


Kommentare

* * *

17. März 2009

Miles Davis, 'Round about Midnight, Columbia CL 949 (Speakers Corner LP)

Besetzung:

Miles Davis – trumpet

John Coltrane – tenor saxophone

Red Garland – piano

Paul Chambers – bass

Philly Joe Jones – drums

Titel:

Seite 1

1. ‘Round Midnight (Monk, Williams) – 6:00

2. Ah-Leu-Cha (Parker) – 5:55

3. All of You (Porter) – 7:05

Seite 2

1. Bye Bye Blackbird (Henderson) – 7:59

2. Tadd’s Delight (Dameron) – 4:33

3. Dear Old Stockholm (Traditional, arranged by Getz) – 7:55

Zu diesem Album scheint alles gesagt. Es ist Davis’ erste LP für Columbia Records und zugleich die erste größere Plattenaufnahme von John Coltrane. George Avakian produzierte die Platte 1955. Weil Miles Davis allerdings noch bei Prestige unter Vertrag war, wurde Round about midnight erst 1957 veröffentlicht.

Natürlich kann man ‘Round midnight inzwischen längst auf CD erwerben, sogar mit Bonustracks vom Newport bzw. Pacific Jazz Festival. Aber für mich gehören diese inzwischen über 50 Jahre alten Aufnahmen aus den 30th Street Studios in New York nach wie vor auf ein anderes Medium, nämlich die LP. Exemplare der Initialauflage dürften inzwischen wohl unbezahlbar sein, jedenfalls dann, wenn sie sich in beinahe makellosem Zustand befinden. Umso lieber empfehle ich ein bei Speakers Corner Records erschienenes Reissue. Die Fertigungsqualität meines Exemplars war exzellent und die Klangqualität fand ich fürs Aufnahmejahr überraschend gut. Leichte Klangverfärbungen und eine ziemlich deutliche Bevorzugung der beiden Blasinstrumente in der Klangbalance muss man allerdings ebenso akzeptieren wie einen sicher alles andere als perfekt durchgezeichneten Bassbereich. Aber das gilt wahrscheinlich auch für die CD-Ausgaben. Nein, ohne jetzt ideologisch werden zu wollen, bin ich froh, dass eine “Photoshop-Mentalität” mit den entsprechenden “Verschlimmbesserungen” bei historischen Jazz-Aufnahmen noch nicht um sich gegriffen hat: Auf Vinyl ist ‘Round about Midnight vom Miles Davis Quintett sowohl klanglich wie haptisch einfach näher an seiner Entstehungszeit als ein Scheibchen aus Polycarbonat, das darauf wartet, dem Slot-Loader eines DVD-Laufwerks zugeführt zu werden.


Kommentare

* * *

16. März 2009

Der Plattenspieler im Buch. Hanns-Josef Ortheil: Das Glück der Musik. Vom Vergnügen, Mozart zu hören.

“Damals gab es in unserem Haushalt noch keinen Fernseher, sondern nur ein einziges Radio sowie den Dual-Plattenspieler, Musik war zu der Zeit etwas Rares, man mußte sich um sie kümmern, man mußte Vorbereitungen treffen, wenn man sie hören wollte, also, zum Beispiel, im Schneidersitz Platz nehmen vor der geschlossenen Truhe, den Schlüssel umdrehen, den Tabernakel öffnen, die schwarz glänzende Platte aus dem Cover ziehen, sie mit den Fingern nur an den Rändern berühren und halten, sie auflegen und schauen, wie die Nadel aufsetzt auf den Rillen und sie entlang fährt. Dann kam die Erstarrung, was soviel bedeutete wie: Sich ganz dieser einen Sache verschreiben, die Augen schließen, alle Bilder verdrängen und hinein in den schwarzen und leeren Raum, in dem die Musik sich gerade abspielt. Das Klavier, die Violine …”

aus: Hanns-Josef Ortheil; Das Glück der Musik. Vom Vergnügen Mozart zu hören; München 2006

Ortheils Projekt hätte sich übrigens sehr gut dazu geeignet, nicht als Buch, sondern in Weblog-Form publiziert zu werden. Ein Jahr lang hat er versucht, täglich Mozart zu hören. Darüber schreibt er in täglichen kleinen Notizen. Ich lese das Luchterhand-Taschenbuch gerade, und nicht ohne Vergnügen, wobei man sich natürlich fragen kann, wie sinnvoll es ist, darüber zu lesen, wie jemand Mozart hört, und ob die Zeit nicht vielleicht besser investiert wäre, eben das selbst zu tun: Mozart hören.

Aber das Plattenspieler-Zitat hat mir gefallen.

Kommentare

* * *

12. März 2009

"Die schöne Müllerin" mit Gitarre (Peter Schreier & Konrad Ragossnig, EMI-LP)

Habe heute eine ungewöhnliche Aufnahme der Schönen Müllerin gehört; eine Version mit Gitarre statt Klavier. Es singt der Tenor Peter Schreier, die Gitarre spielt Konrad Ragossnig. Der Liederzyklus wirkt so ganz anders als gewohnt. Alles klingt leichter, weniger prätentiös, und erinnert an die Dowland-Einspielungen dieser beiden Musiker.

Natürlich ist das kein Ersatz, sondern nur eine Alternative zu einer Version mit Konzertflügel, aber eine interessante und überraschend schöne. Der Klang? Nicht wirklich “audiophil”, aber allemal anständig (Tonmeister Eberhard Hinz).

Bei meiner oben abgebildeten LP handelt es sich um EMI 26288-1 von 1980, es gibt es auch eine Ausgabe als Eterna-LP, die Aufnahme beruht ja auf einer Kooperation zwischen EMI und VEB Deutsche Schallplatten. Und es gibt natürlich eine CD-Wiederveröffentlichung.

Bei Schubert bei JPC

Kommentare

* * *

10. Februar 2009

Fundstücke aus dem Internet

Im Analog-Forum fand ich den Hinweis auf eine Ausstellung um und über das Label Les Disques du Crepuscule, wo auch die hier im Magazin schon vorgestellte LP Les derniers guerriers romantiques von Isabelle Antena herausgekommen ist.

Wer es noch nicht bemerkt hat: Don Alphonso bloggt neuerdings bei der FAZ.

Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich ihn früher in meiner Blogroll, dort aber wegen dauernder Verbalinjurien auf seiner Blogbar irgendwann wieder weg genommen, die Blogbar freilich ebenso wie seine Seite Rebellen ohne Markt weiter gelesen. Wie auch immer: Don Alphonso ist ein Blogger-Urgestein, das man wirklich nicht lieben muss (tue ich nicht), aber lesen darf (tue ich). Mich stört(e) an der Blogbar vor allem, eine gewisse Tendenz zur Selbstgerechtigkeit und dazu, sich permanent zu echauffieren. Jetzt liest er dem gehobenen bis sehr gehobenen Bürgertum die Leviten, und das macht er ganz unterhaltsam.

Einer seiner besseren Texte aus den letzten Wochen erschien allerdings bei Rebellen ohne Markt. Es war dieser hier. Man muss dem nicht im Detail zustimmen, aber die Tendenz stimmt: Wenn jetzt öffentliches Geld – unser aller Geld! – in das Finanzsystem und bestimmte Bereiche der Großindustrie gepumpt wird, auch wenn es zunächst mal nur in Form von Bürgschaften oder der so genannten Abwrackprämie ist, dann sollte sich das auch auf die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen auswirken, sprich: öffentliches Geld nur gegen Anteile. Nein, nein, ich bin schon für Marktwirtschaft, aber zur Marktwirtschaft gehört eben auch, dass es Unterstützung nicht umsonst gibt. Wer bürgt oder sonstwie Geld ins Unternehmen pumpt, hat ein Anrecht auf Mitsprache und Miteigentum. Und bitte nicht nur in Form von Aufsichtsratsposten für “altgediente” Politiker.

Kommentare

* * *

Vorherige Einträge