16. Juli 2010
Gibt es noch Plattenläden?
Ja! So stand es jedenfalls im Freitag. Der Artikel ist schon älter; habe ihn aber jetzt erst gesehen.
* * *
30. Mai 2010
Fold your turntable
Mit Dank an http://blog.funkygog.de/, wo auf Fold your turntable verwiesen wurde.
* * *
13. April 2010
As if the audio was a record being played on a record player

Quelle für den Screenshot: http://www.izotope.com/products/audio/vinyl/
Man kann das entsprechende Programm kostenlos downloaden, muss sich allerdings registrieren lassen.
Ich glaube, dass die Vorstellungen der Programm-Entwickler bei izotope und der Analogfans darüber, was man von einer guten Schallplattenwiedergabe erwarten kann, ziemlich weit auseinander liegen.
* * *
12. April 2010
Antonio Muñoz Molina: Die Augen eines Mörders

Ich finde es immer wieder interessant, wie Hifi, vor allem aber bestimmte LPs, CDs oder einfach Musikstücke in der Literatur genutzt werden, um ein Geschehen zeitlich einzuordnen, eine Lebenssituation zu beschreiben oder einen Menschen zu charakterisieren. Zum Beispiel in einem Kriminalroman von Antonio Muñoz Molina:
Von ihrem ersten Gehalt bezahlten sie die erste Rate einer großen Stereoanlage, fast der einzige solide oder wertvolle Gegenstand in der Wohnung, mit glänzenden Silberknöpfen und Anzeigenadeln, die hin und her ruckten wie die Seismographen, in jener Zeit, als die Digitaltechnologie noch nicht erfunden war.
(...)
Eine Platte gab es jedoch, die ihr von allen am besten gefiel und die sie immer noch auswendig kann, obwohl sie sie schon lange nicht mehr gehört hat, eine Auswahl der Lieder von Joan Manuel Serrat, die sie möglichst nur dann auflegte, wenn er nicht zu Hause war, nicht weil er sie offen kritisiert hätte, sondern weil er sie mit einer gewissen Herablassung belächelte, mit so einem besonderen Lächeln, das einen ganzen Charakter offenbart und zur Wachsamkeit gemahnt, von geduldiger Geringschätzung und unermüdlichem pädagogischem Sendungsbewusstsein. Von dieser Platte gefiel ihr besonders das Lied “Tiempo de Iluvia”: Ihr schien, als handle es gerade von jenem Herbst ihres Lebens, als alles begann, mit zweiundzwanzig Jahren, mit klarem Himmel am Morgen und Wolken an windigen Abenden, wenn nichts Schöneres vorstellbar war, als nachts ins Bett zu gehen und auf der Haut das warme dankbare Streicheln der Laken zu spüren, vom Schweiß des Sommers befreit, sinnlicher jetzt und neu erblüht, mit einem Übermaß an Empfindsamkeit, das sie noch nicht mit ihrer Schwangerschaft in Verbindung brachte, mit dem sprießenden Leben, das in ihrem Leib heranwuchs.
zitiert aus: Muñoz Molina, Antonio; Die Augen eines Mörders; Hamburg 2000
* * *
25. März 2010
Historischer RCA-Werbefilm: This ist Living-Stereo!
Quelle: Youtube
* * *
16. März 2010
Decca-Produzent Tony D'Amato über Stereo vs. Mono
Auf den folgenden Abschnitt eines Interviews mit dem 2006 verstorbenen Decca-Produzenten Tony D’Amato stieß ich durch einen Eintrag in einem französischen Weblog für Audiophile:
But mono, believe it or not, is better for certain kinds of music. Mono sound really isn’t as isolated as stereo. By not being able to pinpoint images, it blends much more easily. Stereo pinpoints to where it isolates so much information it isn’t natural. That’s also true of digital sound. It pinpoints its images to such a degree that it’s almost alien to the ambiance it sits in. This was never true of mono sound. Not bad mono, but good mono sound was great for jazz.
Es gibt in dem Text einige kritische Anmerkungen zur frühen Stereofonie. Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass Tony D’Amato die Phase Four Recordings von Leopold Stokowski für Decca produziert hat. Von diesen Aufnahmen kenne ich nur die Symphonie fantastique – ein furchtbares Spektakel.
Wie auch immer, hier die Quelle bzw. der vollständige Text des Interviews: The Bernard Herrmann Society.
* * *
18. Februar 2010
Richard Mohr - RCA Recording Icon
Richard Mohr/ Lewis Layton steht auf vielen Covers der von audiophilen Klassikliebhabern hoch geschätzten RCA-LPs der LSC-Reihe. Durch Zufall – eigentlich suchte ich Informationen über den Dirigenten Dimitri Mitropoulos – stieß ich nun auf eine Seite, die den Produzenten Richard Mohr ausführlich vorstellt.
Und hier, zur Erinnerung, noch einmal grundlegende Informationen zum Sammlergebiet RCA LSC 1234….
* * *
16. Februar 2010
George Benson: "naturals" aus der Serie "Colour of Music"

Bildnachweis: “naturals” aus der Serie “Colour of Music” von George Benson, mit freundlicher Abbildungsgenehmigung des Künstlers, (Copyright: gwbenson)
Der in der Nähe von Birmingham lebende Künstler George Benson beschreibt diese fotografische Arbeit so:
“Die Serie betrachtet alleine die Farbe der Plattenhüllen, wobei die Platten jeweils nach Farben sortiert werden. Auf diese Weise werden die Genres gemischt: Techno steht neben Hiphop steht neben Rock steht neben House und so weiter.”
Übrigens: Die Serie ist “for sale”. Wäre das nichts als Wandschmuck für einen Hifi-Laden?
Hier die komplette Serie sowie eine Kontaktmöglichkeit zum Künstler.
Mit Dank an Thorsten Konigorski, wo ich über die Arbeit von George Benson zum ersten Mal gelesen habe.
* * *
16. Februar 2010
Do you remind me what a "record" is please?
- Do you remind me what a “record” is please?
- Do you mean a vinyl record? For serious??! I’m 12 and i know what they are! It’s the large black disc with ridges that play music with the help of a turntable!
Aus den Kommentaren zu diesem Eintrag bei Yanko-Design (via blog.funkygog.de).
* * *
31. Januar 2010
Alexandre Tharaud und der Plattenspieler
“Als ich vier war, durfte ich den familieneigenen Plattenspieler nicht antasten, aber ich bat meine Eltern, die 33er-Platten von Samson François und Támás Vásary hören zu dürfen: Mein erster Chopin war wirr und wild.”
Quelle: Interview im Booklet zur neuen CD von Alexandre Tharaud mit dem Titel Chopin/ Journal Intime.
Samson François mit der Ballade Nr. 1, g-moll, op. 23
* * *
4. Januar 2010
Gurre-Lieder auf LP: DGG 138984/85 SLPM

Vor einigen Jahren hatte ich die beiden rechts abgebildeten CD-Einspielungen der Gurre-Lieder im Rahmen eines größeren Artikels über Musik der Neuen Wiener Schule in der Zeitschrift image hifi vorgestellt. Die rechts unten abgebildete Philips-Aufnahme mit Jessye Norman und weiteren Sängerinnen und Sängern, dem Boston Symphony Orchestra und Seiji Ozawa soll es auch auf Vinyl gegeben haben. Ich selbst habe sie in dieser Form allerdings nie gesehen – schade, denn wenn man vom Klang der CD auf die LPs schließen kann, dann müssen die schwarzen Scheiben erstklassig klingen.
Jetzt lief mir eine weitere Aufnahme gleichsam zu, obwohl das Repertoire verhältnismäßig selten ist: Die schöne Leinenbox der Deutschen Grammophon Gesellschaft enthält zwei Platten mit den Nummern DGG 138984/85 SLPM und damit eine im März 1965 in München entstandene Live-Aufnahme der Gurre-Lieder mit Inge Borkh, Herta Töpper, Kieth Engen, Lorenz Fehenberger, Herbert Schachtschneider sowie Hans Herbert Fiedler und dem Chor und Symphonie-Orchester des BR unter der Leitung von Rafael Kubelik.
Der Preis? 1966 kosteten die Platten 50 DM. Ich habe 10 Euro bezahlt. Das Sammeln von LPs ist kein teures Hobby.
* * *
12. Dezember 2009
Karajan-Text online
Der dreiteilige Text über Karajan ist nun komplett online und befindet sich in der Artikel-Kategorie; hier geht’s los.
* * *
8. Dezember 2009
Herbert von Karajan über Musik der Gegenwart und andere Themen
Ein interessantes, zum Teil aber auch befremdlich wirkendes Interview, das Herbert von Karajan der Zeitschrift Stereo Review gab. Befremdlich, weil Karajan bestimmte musikalische Kompetenzen vor allem aus Afrika stammenden Menschen zuschreibt. Überschreitet das Gesagte schon die Grenze zum Rassismus? Ich weiß es nicht. Es ist jedenfalls sicher nicht im Sinne einer Herabsetzung gemeint.
Und noch etwas irritiert, nämlich diese Selbsteinschätzung Karajans: “As for myself, I can tolerate wrong notes, but I cannot stand unstable rhythm.”
Damit liegt er nach meiner Wahrnehmung ziemlich daneben. Gerade das Rhythmische gehörte nicht zu seinen Stärken. 2008 schrieb ich: “Problematisch sind seine Aufnahmen von Musik, die eine hohe rhythmische Präzision verlangt und ein beharrlich kühles Herz, das sich nicht mitreißen lässt und seinen Stiefel durchzieht: Den Boléro von Ravel oder Le sacre du printemps von Strawinski (beide von HvK 1964 für die DG aufgenommen) haben Pierre Boulez oder Pierre Monteux besser im Griff” (aus: Herbert von Karajan und die Schallplatte, erschienen in image hifi 3/2008).
* * *
7. Dezember 2009
Hörspiele auf Europa-LPs

Witzige Seite. Aber von Europa-“Vinyl” hätte damals niemand gesprochen. Man sagte “LPs” oder “Platten”. Der Begriff “Vinyl” kam nach meiner Erinnerung erst auf, als die CD längst da war und man sich begrifflich stärker davon abgrenzen wollte.
* * *
4. November 2009
Zwischendurch nur zwei Links
Bin die kommenden Wochen mit Volldampf beschäftigt, darum zwischendurch nur zwei Links, die ich jeweils freundlichen Hinweisen verdanke:
Die Zeitschrift Visions feiert Geburtstag
Die FR stellt den Rough Trade Records Store aus London vor
Bis später mal ;-)
* * *