27. Juli 2010
Sommerpause

Hier ist jetzt ein wenig Sommerpause – bis in den September rein.
Allen Leserinnen und Lesern noch einen schönen Sommer!
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22. August 2008
Stadtfotos (7) - Mit dem Fahrrad an der Seine entlang durch Paris


Paris hat natürlich auch schönere Ecken. Aber die haben wir ja alle in unserem visuellen Gedächtnis, weil tausendmal gesehen. Es handelt sich übrigens auf beiden Fotos um dieselbe Brücke – einmal auf dem Hinweg zum, einmal auf dem Rückweg vom Eiffelturm.
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9. Juli 2008
Passend zur Tour: Peter Sloterdijk bei SpOn übers Radfahren
Der Philosoph und Hobby-Radler Peter Sloterdijk hat SpOn ein Interview gegeben: “Radfahren bedeutet für mich eine Rückkehr zu dem alten Savannen-Adam, der bei der Jagd den ganzen Tag läuft und dabei immer high ist.”
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1. Juli 2008
Ruhr per Rad
Bei diesem Wetter ist das Radfahren natürlich schöner als das Bloggen.
Ich bin am Wochenende ein gutes Stück des Ruhrtal-Radwegs gefahren und kann das jedem nur empfehlen: Man bekommt einen ganz neuen Blick auf das Ruhrgebiet.
Die landschaftlichen Höhepunkte auf meiner Strecke waren der Kemnader See, der Harkortsee und der Hengsteysee. Aber es nicht nur das Erlebnis von Wasser, Wiesen und Wald, das mancher Fremde im Ruhrgebiet vielleicht gar nicht für möglich halten würde – auch Relikte der Industriearchitektur ziehen rechts und links des Weges in ihren Bann: das Eisenbahnviadukt und Wasserkraftwerk Hohenstein, das Laufwasserkraftwerk Hengstey oder das seit 1986 unter Denkmalschutz stehende und nach seinem Erbauer, Dr. Ing. Artur Koepchen, benannte Koepchenwerk, ein Pumpspeicherwerk am Nordufer des Hengsteysees.
In einem wichtigen Punkt erwies sich der Ruhrtal-Radweg aber als Mogelpackung: Die Strecke führt zum Teil über Waldboden, zum Teil über Schotterwege und zum Teil über (schwach befahrene) Straßen ohne Radweg. Nur wenige Abschnitte sind perfekt asphaltiert, wie man es von einem Radweg eigentlich erwarten könnte. Ich war mit dem Rennrad unterwegs. Ein robustes Tourenrad wäre besser gewesen.
Und hätte ich meine Kamera mitgenommen, dann gäbe es hier auch Fotos…
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8. Juni 2008
Rennrad mit klassischem Stahlrahmen
Ein platte11.de-Leser hat mir freundlicherweise ein Foto von seinem Rennrad gemailt. Es wurde von Dietmar Hertel aus Erftstadt – einem anerkannten Fachmann für den Bau von Fahrradrahmen – nach den Vorstellungen des Lesers hinsichtlich der Rohre und der Geometrie gebaut. Der lackierte Rahmen in 53cm RH wiegt nur 1580g – in Stahl und mit Muffen, wohlgemerkt!

Der Leser schreibt: “Dieses Rahmengewicht habe ich bei der Wahl der Rohre angestrebt und bin sehr stolz, dass der Wert auch erreicht worden ist! Dabei wirkt er in allen Lebenslagen sehr stabil, selbst bei 75-80km/h den Feldberg/Schwarzwald hinab!”
Mir gefällt das Rad auch hinsichtlich der Farbwahl. Der Rahmen selbst ist ja blau lackiert. Beim Lenkerband galt dagegen: Mut zur (ausgefallenen) Farbe! Das Orange setzt einen schön kräftigen Akzent auf den ansonsten sehr klassichen Auftritt. Als geschmackvoll empfinde ich auch die Wahl von Komponenten mit Metalloberflächen und des schlicht-schwarzen Sattels.
Mit herzlichem Dank an den Leser für die Erlaubnis, das Foto hier veröffentlichen zu dürfen.
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Update vom 10.06.2008: Foto gegen ein besseres ausgetauscht.
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11. Februar 2008
Radsport und Fotografie
Mani Wollner, beruflich in Grafik, Satz und Fotografie zuhause, geht seiner Leidenschaft für den Radsport mit der Kamera nach:

Auf seiner Internetseite findet man mehrere Galerien nationaler und internationaler Radrennen. Das Foto oben entstand beim Sparkassen-Giro in Bochum 2005. Ich war übrigens selbst unter den Zuschauern und erinnere mich an einen ziemlich chaotischen Rennverlauf, weil zwischendurch größeren Fahrergruppen nicht klar war, ob das Rennen wegen sintflutartiger Regenfälle nun abgebrochen worden sei oder fortgeführt würde.
Foto: Mani Wollner, mit freundlicher Abbildungsgenehmigung
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6. Februar 2008
Klassische Rennräder
Wie gelegentlich hier im Blog und anderswo geäußert, liebe ich klassische Rennräder mit Stahlrahmen. Ein Leser aus dem Analog-Forum machte mich nun auf eine wunderschöne Internetseite aufmerksam. Bei speedbicycles.ch stellt Stefan Schaefter historische Rennräder vor. Die Fotografien sind exzellent und verraten den Blick für interessante Details wie hier:

Und ich verlinke noch einmal einen alten Eintrag, in dem ich auf eine amerikanische Sammlerseite hingewiesen hatte.
(Mit herzlichem Dank an den Leser aus dem Analog-Forum sowie an Stefan Schaefter von speedbicycles.ch für die Abbildungsgenehmigung)
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25. Oktober 2007
Tour de France 2008
Mal abgesehen davon, dass ich im WM-Jahr 2006 auch das ein oder andere Spiel der Nationalmannschaft gesehen habe, interessiert mich Sport am Fernsehen fast gar nicht. Die Tour de France ist eine Ausnahme.
In diesem Jahr ist die Tour de France eine Veranstaltung “auf Bewährung”. Nach allem, was man derzeit beispielsweise beim Team Telekom so beobachtet, gibt es ja wohl leider doch keinen Neuanfang mit der von so gut wie allen Radsportbegeisterten gewünschten Konsequenz und Klarheit…
Irgendwie hatte ich mir das nach dem großen Heulen und Zähneklappern, den öffentlichen Beichten und peinlichen Geständnissen, anders vorgestellt. Aber vor allem in Spanien deutete sich früh an, dass es vor allem darum ging, den Profi-Zirkus durch vorgetäuschte Aktivitäten am Laufen zu halten.
Und trotzdem – hier der soeben veröffentlichte Streckenverlauf für die Tour de France 2008.
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16. August 2007
Das Erste: Blut und Spiele
Den ersten Teil hatte ich verpasst, den zweiten Teil habe ich gestern gesehen: Blut und Spiele
Mit solchen Dokumentarfilmen rechtfertigt der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Existenz und unsere Gebühren.
Aber diese suggestiven Slow-Motion-Bilder, mit ebenso suggestiver Musik unterlegt, die hätten nicht sein müssen. Da kriegte die spannende Sendung auf einmal etwas Spekulatives. Und man fühlte sich für einen Moment wie bei Vox oder RTL II.
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1. August 2007
Vorschläge zur Rettung des Radsports
Marc von der Wissenswerkstatt führt ein sehr lesenswertes Weblog. Erneut hat er sich mit dem Thema Doping im Radsport beschäftigt. Seine Vorschläge zur Rettung des Radsports sind sehr viel feiner ausgearbeitet als meine.
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26. Juli 2007
Zahlenspiele und Trainingsbedingungen
Anteil spanischer Fahrer unter den ersten 25 der derzeitigen Gesamtwertung der Tour der France: mehr als die Hälfte (13 von 25).
Unter den letzten 25 sind 5 Belgier, 5 Deutsche, 5 Italiener und 4 Franzosen.
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18. Juni 2007
Arbeiten im Fahrradladen
Vorige Woche war ich in einem Fahrradladen. Ich musste in der Werkstatt warten und bekam etwas von den Arbeitsabläufen und der Atmosphäre mit.
Ein Mechaniker zog einen neuen Reifen auf. Dann sah er sich das ganze Fahrrad eingehend an. Er ließ sich Zeit. Schließlich griff er zum Telefon und rief den Kunden an. Er erklärte detailgenau, welche Arbeiten in Zukunft noch anstünden, dies und jenes nämlich, und dass zwei Dinge eigentlich unaufschiebbar wären: Die Bremsgummis und auch den anderen Reifen, am Hinterrad, sollte man wechseln.
Der Kunde arbeitete offenbar in unmittelbarer Nähe, denn er kam wenige Minuten später in der Werkstatt vorbei und ließ sich alles noch einmal erklären. Das machte der Mechaniker mit großer Ruhe und Freundlichkeit. Der Kunde erweiterte seinen Auftrag und ließ auch den zweiten Reifen und die Bremsgummis wechseln sowie die Speichen nachspannen.
In einer dieser typischen Auto-Werkstätten mit ihrer streng hierarchischen Struktur vom Annahme-Meister über den Kundendienst-Meister bis zum Monteur, der die tatsächliche Arbeit schließlich ausführt, habe ich sowas noch nicht erlebt. Da darf der Monteur mich, den Kunden, vermutlich nicht einmal anrufen, weil für die Kundenkontakte ja die Meister zuständig sind. Und er für die Arbeit.
Im Fahrradladen war das anders. Vielleicht hat das damit zu tun, dass der Mechaniker in dem Fahrradladen sein eigener Chef ist und ihm niemand sagt, was er zu tun und zu lassen hat. Der Fahrradladen gehört nämlich den vier Männern, die in der Werkstatt und im Verkauf arbeiten. Es ist so eine Art „selbstverwalteter“ Betrieb.
Vor zwanzig Jahren hätte ich dieses Konzept toll gefunden. Vor zehn Jahren hätte ich es als „romantisch“ belächelt. Das ist heute wieder ganz anders. Als Kunde würde ich mich da nämlich sehr gut aufgehoben fühlen, wo derjenige, der eine Arbeit ausführt, mir diese Arbeit auch erklären und mit mir abstimmen darf und am Ende schließlich als Unternehmer auch noch den Kopf dafür hin hält.
Schon klar, dass sich das Modell des selbstverwalteten Fahrradladens nicht hundertprozentig auf einen großen Konzern übertragen ließe. Aber eine Zeitschrift könnte man auf diese Weise vermutlich ganz gut betreiben.
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12. Juni 2007
Lesetipp: "Mensch Maschine" von Klaus Georg Koch
Noch eine Ergänzung: Marc Scheloske von der Wissenswerkstatt hat sich unter dem Titel: Initiationsriten und Inszenierungen für die Vorderbühne ebenfalls aus einer Überblicksperspektive mit dem Thema beschäftigt.
Mir fällt auf, dass die besten Artikel zum Thema Doping von Leuten geschrieben werden, die nicht aus dem Sport-Journalismus kommen.
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11. Juni 2007
Rennrad oder Mountain-Bike?
Eigentlich habe ich die Dinger nie gemocht – und das letzte Mal vor fünfzehn Jahren auf einem Mountain-Bike gesessen. Das war auf Mallorca, dieser traumhaften Insel zum Radfahren. Ich wollte ein Rennrad mieten, aber der Vermieter hatte kein für mich passendes übrig, und bevor ich den ganzen Tag am Strand liege, setzte ich mich doch lieber auf ein Mountain-Bike. Gesagt, getan.
Ich war maßlos enttäuscht, wie holprig die groben Stollenreifen über den mallorcinischen Asphalt rollten. Das Mountain-Bike war besser als kein Fahrrad, aber es war nicht vergleichbar mit einem Rennrad. Viele Jahre habe ich keinen Gedanken mehr daran verschwendet, meinem Rennrad ein Mountain-Bike zur Seite zu stellen. Ich finde Rennräder stilvoll, während mich Mountain-Bikes immer an diese komischen SUVs erinnern, die mit ihren dicken Reifen überall anzutreffen sind, nur nicht im Gelände. Die wunderbare Seite von Ray Dobbins, einem Sammler klassischer, zumeist aus Italien stammender Rennräder mit Stahlrahmen, hatte ich im alten Blog ja schon mal verlinkt. Das sind Rennräder, wie ich sie mag, auch wenn ich selbst leider kein Colnago, De Rosa oder Casati habe.
Aber weil ich im Sommer ein wenig mit einem Fahrradanhänger unterwegs sein möchte, und ein Rennrad (ohne Dreifach-Kettenblatt oder Kompaktkurbel) dafür wirklich nicht geeignet ist, habe ich mir jetzt ein wunderbares Mountain-Bike “er-ebay-t”:

Die Schaltung muss ich noch justieren (auf das kleinste vordere Kettenblatt springt die Kette nicht zuverlässig über) und ich denke im Moment noch über SPD-Pedale nach. Aber es fährt sich schon prima.
Und es war ein richtiges Schnäppchen.
Noch ein Surftipp für Freunde klassischer Rennrad-Rahmen aus Stahl: Die Klassiker-Abteilung im Tour-Forum
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24. Mai 2007
Doping im Radsport
Satire:
Der berühmte Rennradfahrer Ulrich Jahn antwortet auf die kritische Frage des Moderators nach Doping-Gewohnheiten in einer Talkshow: Ja, ich habe – wie alle damals – mal ein bißchen EPO probiert, aber ich habe es nie im Blutkreislauf zirkulieren lassen.
(Für die ganz jungen Leser/innen: Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Bill Clinton hatte 1992 im Wahlkampf behauptet, zwar mal an einem Joint gezogen, aber nie inhaliert zu haben).
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