12. November 2009
Tschaikowski-Artikel

Eigentlich hatte ich ja die Absicht gehabt, auch das Violinkonzert und das Klaviertrio in meinem Artikel über Tschaikowski und empfehlenswerte Aufnahmen seiner Musik unterzubringen. Aber recht bald habe ich gemerkt, dass das zu breit geworden wäre. So habe ich mich auf die drei populären Sinfonien Nr. 4-6 und das Klavierkonzert beschränkt.
Der Tschaikowski-Artikel erscheint voraussichtlich in der kommenden Hifi & Records.
Übrigens bin ich immer wieder erstaunt über das exzellente Angebot an Taschenpartituren in der Stadtbücherei Bochum. Man bekommt da so gut wie alles.
* * *
30. September 2009
Der Herbst ist da.

Keine Frage, der Herbst ist da. Jetzt endgültig. Am Wochenende bin ich einem Großvater begegnet, der seinen Enkeln erklärte, was Bucheckern sind. Und der Waldboden lag voller Eicheln.
Bucheckern hatte ich seit fünfundzwanzig oder dreißig Jahren nicht mehr gegessen. Sie schmecken wie Pistazien ohne den für Pistazien typischen Geschmack, also mehr nach Nüssen.
Für die Nur-Blog-Leser: Auf der Artikel-Seite gibt es einen kleinen neuen Text.
* * *
30. September 2009
Ab 1.10.2009 wieder online: wortsinnlich.de
In eigener Sache:

Meine zweite Internetseite, die ich viele Jahre gar nicht genutzt habe, ist nun wieder online.
* * *
29. September 2009
Keine Sternchen, Ohren oder Pünktchen
Habe mich entschlossen, nicht das zu tun, was ich selbst nicht gut finde. Also keine Sternchen, Ohren, Punkte, Prozentzahlen oder gar Zensuren in den Tonträger-Besprechungen einzuführen. Für das Englisch sprechende Lesepublikum gibt es jetzt stattdessen ein kurzes Summary.
So wie hier oder hier. Das wird zwangsläufig manchmal ein wenig unbeholfen wirken (ich muss auf mein Schul-Englisch zurück greifen), ist aber besser als … siehe oben.
* * *
16. September 2009
Von Sternchen, Ohren, Prozentzahlen und Zensuren
Natürlich sind ““Zensuren” totaler Quatsch, jedenfalls wenn es um Tonträger geht. Die Bewertung ist ja – von wenigen Aspekten wie “Pollini spielt das Presto schneller als Brendel” einmal abgesehen – in hohem Maße subjektiv. Umso unverschämter wäre es, dem Künstler anschließend etwas zu erteilen, das auch nur entfernt an eine Zensur erinnert. Ich schließe CD-Besprechungen, wenn mir etwas wirklich gut gefallen hat, deshalb gerne mit einem schlichten “Dicke Empfehlung!” Eine Empfehlung ist im Unterschied zu einer Zensur (oder Prozentzahlen oder was auch immer) etwas Persönliches, das trägt der Subjektivität, die mit im Spiel ist, Rechnung.
Nun habe ich mir überlegt, dass es eigentlich schade ist, dass man platte11.de nur auf Deutsch lesen und verstehen kann. Die Reichweite wäre viel größer, wenn ich auch mit Lesern aus Asien, Amerika oder sonstwo kommunizieren könnte. Dazu reicht mein Schul-Englisch aber bei weitem nicht aus. Und sämtliche Online-Übersetzungshilfen versagen spätestens dann, wenn es nicht mehr um simple Subjekt-Prädikat-Objekt-Konstruktionen geht. Mal ganz davon abgesehen, dass mir solche Übersetzungsarbeiten auch überhaupt keinen Spaß machen.
Eine Lösung bestünde darin, eben doch auf ein international verständliches “Zensur-System” zurück zu greifen. Das könnte im Falle der Garbarek-CD zum Beispiel so aussehen:
Musik/ music: 9/10 oder 90%
Klang/ sound: 6/10 oder 60%
Habe mir, wie man leicht erkennt, bei www.classicstoday.com etwas Inspiration geholt. ;-) Die unterscheiden da zwischen “artistic quality” und “sound quality”. Finde ich eigentlich ganz schlüssig.
Nur bin ich mir ganz und gar nicht sicher, ob das eine Richtung ist, in die ich gehen möchte. Man könnte auch einfach eine Abstufung wie nicht empfohlen, bedingt empfohlen, empfohlen, sehr empfohlen (und in entsprechender Übersetzung) vornehmen, aber das erlaubt wiederum gar keine Differenzierung nach Klangqualität und Musik. Und die ist mir schon wichtig.
Vorschläge jederzeit willkommen. Wie gewohnt, gerne auch per Mail.
Kommentare [1]
* * *
15. September 2009
Neuer Text im Magazin. Jan Garbarek Group: Dresden (ECM 2100)
Für die Nur-Blog-Leser(innen): Im Magazinteil gibt es eine Besprechung der neuen Doppel-CD von Jan Garbarek. Das Live-Album heißt DRESDEN und ist bei ECM erschienen.
Meine Besprechung befindet sich hier.
* * *
21. Juli 2009
Sommerpause bis Mitte September - allen Leserinnen und Lesern eine schöne Zeit!

Es gibt viel zu tun: die Steuererklärung 2008 machen, Artikel schreiben, Urlaub genießen (“Balkonien”), im Hauptberuf arbeiten, Fahrrad fahren, über die Weiterentwicklung dieser Seite nachdenken …
Dafür nehme ich in diesem Sommer eine lange Auszeit. Mitte September geht es hier weiter – unter anderem mit der weiteren Veröffentlichung älterer Musikartikel, wie hier bereits begonnen, und auf jeden Fall mit einem Ausbau des Themenbereichs Museen, Ausstellungen und Fotografie.
Kommentare werden zwischenzeitlich eingepflegt und bearbeitet, das kann aber länger dauern als sonst.
Bis bald und herzliche Grüße an alle!
Heinz Gelking
* * *
16. Juli 2009
Warum in der Blogosphäre so viel über Werbung diskutiert wird
Viele Leserinnen und Leser werden vielleicht überhaupt nicht verstehen, warum in der so genannten “Blogosphäre” die Werbung so ein heiß diskutiertes Thema ist, mit dem ich mich zum Beispiel hier beschäftigt habe.
Ich glaube, das liegt daran, dass ein Weblog oder Blog für viele Leute mehr als nur ein Content-Management-System ist, mit dem sie bequem Artikel veröffentlichen können. Es gibt innerhalb der Blogosphäre die Idee, ein Weblog müsse (oder könne zumindest) eine Alternative zu den herkömmlichen Medien darstellen und die Gatekeeper-Funktion des Journalismus unterlaufen. Blogs sollen dieser Idee zufolge für eine neue, kritische Öffentlichkeit sorgen. Und die erforderliche Unabhängigkeit sei eben nur gegeben, wenn man sich nicht “kaufen” lasse. Außerdem gibt es natürlich viele Surfer und Blogger, die Werbung im Internet immer nur mit einem negativen Beigeschmack, ja mit einem enormen Nerv-Faktor erlebt haben, Stichwort: Popups & Co. Für andere Blogger ist ihr Weblog schlicht und einfach so etwas wie ein virtuelles Wohnzimmer, wo man Freunden und Bekannten erzählt, was man erlebt hat. Schon klar, dass in einem solchen Rahmen Werbeunterbrechungen vollkommen unangebracht wären…
Ich halte diese dauernde Diskussion um Werbung für unergiebig. Was mich nicht hindert, mich trotzdem regelmäßig daran zu beteiligen. Genauso gut wie die Werbefreiheit von Blogs könnte man Forderungen aufstellen wie “Du sollst nicht gegen Eintrittsgeld politisches Kabarett machen”.
Dass die Diskussionen immer wieder aufflammen, hat auch damit zu tun, dass außer Privatleuten oder Idealisten oder Journalisten auch eine ganze Menge PR-Profis im Netz unterwegs sind, die Blogs nicht nur als Plattform zur Darstellung eines Unternehmens und seiner Produkte entdeckt haben (das Weblog von JPC ist ein gutes Beispiel), sondern zum Teil auch versuchen, durch fingierte Kommentare in privaten Blogs für ihre Produkte Aufmerksamkeit zu erzielen oder Meinungen zu beeinflussen. Was die Blogger natürlich überhaupt nicht mögen.
Die Diskussion wird uns wohl noch eine Weile verfolgen – vielleicht so lange wie es Blogs gibt.
Ich selbst neige übrigens zur Software-Theorie: Ein Blog ist ein CMS – mehr nicht. Was daraus wird, entscheidet allein der Blogger, der es füllt: ein Wohnzimmer, eine Zeitung, ein Fotoalbum, ...
* * *
16. Juli 2009
Unpassende Werbung bei Don Alphonso. Und: Wir brauchen Adnation, aber anders.
Don Alphonso stänkert mal wieder ein wenig gegen Werbung. Das macht er dauernd. Über Werbung vom Leder zu ziehen, das scheint mir manchmal sein Hauptanliegen zu sein – vor allem in der Blogbar. Insbesondere die Adnation-Blogger um Spreeblick herum greift er regelmäßig frontal an. Ich lese seine mittlerweile drei Weblogs ziemlich regelmäßig, obwohl ich seine Meinung zur Werbung nicht teile. Wenn man, wie ich, eine Zeit lang nebenbei und ganz gelegentlich als Texter für so “spannende” Themen wie ein Treuhandbüro aus der Schweiz oder Hydraulik-Technologie für Nahverkehrszüge gearbeitet hat, sieht man den Themenkomplex “Werbung und PR” zwangsläufig anders als er.
Werbung ist aus meiner Sicht genauso eine Art, Geld zu verdienen, wie das Taxi-Fahren, die Schweinezucht, ein Bauunternehmen oder ein Bundestagsmandat. Alles kann man unehrlich tun, aber eben auch ehrlich.
Jetzt ist was Lustiges passiert. Ich habe den FAZ-Artikel gelesen, in dem er mit der neuen Werbestrategie von Vodafone abrechnet. Schon früher hatte ich mich ja gefragt, was er wohl macht, wenn – ohne sein Zutun – die erste Vodafone-Werbung in seinem FAZ-Blog erscheint. Nun, so ist es nicht gekommen. Aber ausgerechnet die Werbung eines Blogvermarkters, dessen Arbeitsweise aus meiner Sicht besonders kritisch zu betrachten ist, erschien heute im unmittelbaren Umfeld seines Artikels:

(Bildnachweis: Screenshot, Ausschnitt)
Der Blogvermarkter inlinks.de “erlaubt es Ihnen Links innerhalb von redaktionellem Content von Webseiten zu kaufen” heißt es auf der Internetseite dieses Anbieters. Das Vermischen von Inhalt und Werbung gehört da also zum Prinzip – aus meiner Sicht ein glasklarer Verstoß gegen den Pressekodex, vor allem gegen Ziffer 7. Und ausgerechnet inlinks.de wirbt im Umfeld von Don Alphonso, dem Tugendwächter …!
Ich könnte mir vorstellen, dass ihn diese Werbung ärgert. Dabei ist das gar nicht schlimm. Denn es zeigt nur, dass es bei der FAZ keine Vermischung von Anzeigenabteilung und Redaktion gibt. Es belegt, dass Don Alphonso überhaupt keinen Einfluss auf die Werbung hat, die im Umfeld seines Artikels erscheint (wobei es sich in diesem Fall ohnehin um eine extern gesteuerte Google-Anzeige handelt). Das Zusammentreffen des Artikels von Don Alphonso und der Werbung von inlinks.de ist rein zufällig.

(Bildnachweis: Screenshot, Ausschnitt)
Genauso ein Zufall liegt darin, dass sich am Rande des vodafonekritischen Artikels heute Werbung des unmittelbaren Konkurrenten O2 befand. Jede Unterstellung, Don Alphonso ließe sich von O2 bezahlen, um kritisch über Vodafone zu berichten, wäre absolut lächerlich.
Wir sehen an den beiden Screenshots: Werbung und Inhalt können auf einer Internetseite ganz und gar getrennt voneinander existieren. Überhaupt kein Problem. Werbung ist nicht von vornherein schlecht – im Gegenteil: Werbung macht kostenlos zugängliche Publikationen erst möglich. Aber die großen Blogs und kleinen Internetpublikationen (mit Redaktionen zwischen einer und fünf Personen) bräuchten dringend einen Dienstleister, der ihnen diese Trennung garantiert und zugleich qualifiziertere und höher dotierte Werbung heranbringt als Google-Adsense.
Moment Mal, da war doch was? Genau: Adnation.
Wir bräuchten so etwas wie Adnation ohne die heiße Luft vollmundiger Ankündigungen.
Wer traut sich?
Kommentare [3]
* * *
8. Juli 2009
Einfach so geschenkt.

Diese LPs hat mir ein freundlicher platte11.de-Leser geschenkt. Vielleicht, weil er selbst kein Mono hört?
Vielen Dank jedenfalls!
* * *
24. Juni 2009
Installation einer anderen internen Suchmaschine
Die von Dirk Hesse auf dieser Seite implementierte Suchmaske am linken Rand war zurückhaltend und elegant; sie funktionierte auch hervorragend.
Trotzdem habe ich sie jetzt durch ein Suchfeld von google ersetzt, weil es mir ermöglicht, auf der Suchergebnisseite einige Anzeigen präsentieren zu lassen. Wer dort einen Begriff eingibt und auf den “Suchen”-Knopf drückt, erhält sämtliche Einträge angezeigt, in denen der gesuchte Begriff vorkommt, und zwar ausschließlich Seiten von platte11.de.
Um die Suchergebnisse herum – oben und rechts – sind dann die Anzeigen angeordnet. Dieser Screenshot vermittelt einen Eindruck:

Mag also sein, dass das Design unter dem Eingabefeld ein wenig leidet – im Hinblick darauf, dass diese Seite frei zugänglich ist (und bleiben soll), halte ich die Veränderung für gerechtfertigt.
* * *
17. Juni 2009
Alte Texte neu gesehen
Alte Texte kommen mir oft fremd vor. Manche Formulierung wirkt auf mich holprig, mancher Gedanke oberflächlich. Ich schreibe heute anders als 1998 oder 2000 oder 2005. Was natürlich nicht unbedingt heißt: besser als damals.
Nachdem ich mich aber inzwischen entschlossen habe, sukzessive meine Musik-Artikel aus den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren online zu veröffentlichen, und ich diese tatsächlich per Tastatur erfassen muss, also schlicht und einfach abschreibe, nehme ich gelegentlich während dieser Arbeit ein paar Glättungen vor – keine wirklichen Überarbeitungen, nur so ein wenig mit dem Bimsstein hier und da …
* * *
12. Juni 2009
Blogroll aufgeräumt
Habe mal wieder die Blogroll aufgeräumt. Zwei Einträge habe ich gelöscht, einen ergänzt, wie man hier sieht.
* * *
2. April 2009
Anlagemeldung: Transrotor Merlo Reference

Nach langer Zeit mal wieder eine Ergänzung in meiner Anlage. Ich habe mir nämlich ein Transrotor Merlo Reference gekauft.
Dieses System kenne ich ziemlich gut. Im Analogbuch der hifi tunes habe ich über das feine, preislich aber noch nicht völlig abgehobene MC geschrieben. Irgendwann gab ich das damalige Testexemplar zurück an den Vertrieb. Darauf schlossen sich ein paar wundervolle Monate mit einem Clearaudio Goldfinger an (image hifi 6/2007). Nach dem Goldfinger habe ich mich mit dem einen oder anderen System mehr oder weniger über Wasser gehalten – und erstaunlich viel CD gehört. Danach ließ ich mir mit der Wahl eines MCs ziemlich lange Zeit. Das gesuchte System sollte mir klanglich gefallen, mit meinem SME 3500 und meinem VPI JMW 12.5 harmonieren und vom Preis her noch mit Maßstäben der Vernunft erfassbar und schlicht und einfach für mich bezahlbar sein.
Irgendwie habe ich mich dann dabei beobachtet, während meiner Überlegungen immer mal wieder nach meinem Artikel über das Merlo Reference im Analogbuch zu greifen. Da hatte ich die Stärken und Schwächen des von Goldring für Transrotor gebauten Tonabnehmers so zusammengefasst: Das Merlo Reference klingt offen, feinsinnig, plastisch, sinnlich und detailreich. Wer explosive Dynamik und brutalen Bassdruck wünscht, sucht besser anderswo weiter.
Gestern habe ich das System eingebaut. Obwohl es sich noch in der Einspielphase befindet, bin ich schon sehr zufrieden. Die Entscheidung für das Merlo Reference war richtig.
src=“http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js”>
* * *
1. April 2009
Michelle Shocked, kleine Ergänzung
Kleine Ergänzung zu diesem Text.
* * *