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8. Januar 2010

Ausstellung im Saarlandmuseum: Werke von Marc Chagall

Ausstellungskatalog: Ralph Melcher (Hrsg.), Anne-Marie Werner, Karen Straub (Autorinnen), erschienen im Kehrer Verlag, Heidelberg

Die aktuelle Chagall-Ausstellung im Saarlandmuseum (noch bis zum 28.02.2010) zeigt – neben ganz wenigen Gemälden – vorwiegend lithografische Werke mit literarischen und religiösen Bezügen. Man sieht rund 200 Bilder zu Fabeln von La Fontaine, zum Roman “Die toten Seelen” von Gogol, zur Geschichte von Daphnis und Chloe sowie zum Alten Testament.

Am Mittwoch habe ich mir die Ausstellung angesehen – mit großem Vergnügen. Was ich allerdings nicht begreife: Warum werden Ausstellungswände neuerdings oft in so aufdringlichen Farben gestrichen? Die zum Teil ja doch recht kleinformatigen, teils einfarbigen, teils sanft kolorierten, manchmal aber auch in kraftvollen Farben gehaltenen Werke von Chagall werden im Saarlandmuseum vom intensiven Bordeaux-Rot der Ausstellungsräume beinahe erdrückt.

Wäre eine weiße oder graue Wand, die den Bildern den Vortritt ließe, wirklich langweilig?

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