23. Oktober 2009
Beim Echo-Klassik kam VW zu billig davon
Vorige Tage habe ich mir die Echo-Klassik-Preisverleihung 2009 noch einmal angesehen. Wie in jedem Jahr, so fiel auch diesmal auf, dass von den vielen Preisträgern wieder einmal fast ausschließlich solche im Fernsehen auftreten durften, die bei Universal (DG, Decca,...) oder Sony unter Vertrag sind. Aber wenigstens habe sie uns in diesem Jahr mit Sting verschont.
Was ich allerdings geradezu peinlich fand, war die Übergabe des Förderpreises für das Projekt Resonanz-Akzeptanz. Nicht, weil das Projekt diesen Preis nicht verdient hätte – das hat es bestimmt. Aber VW kam hier viel zu billig davon. Professor Jochem Heizmann übergab einen mageren Scheck von nur 10.000 Euro, durfte dafür in einer Unterhaltungssendung zu guter Sendezeit “VW” und die “Gläserne Manufaktur” nennen und auch sonst eine gute Figur für seinen Konzern abgeben, und das zu einem Bruchteil der Kosten, die diese Sendezeit VW vermutlich gekostetet hätte, wenn man Werbeminuten hätte kaufen müssen (zumindest schließe ich das aus diesem Focus-Artikel).
Für 10.000 Euro kann man einen qualifizierten Musik-Pädagogen unter Berücksichtigung aller Nebenkosten vermutlich noch nicht einmal ein Vierteljahr beschäftigen. Wie kleinlich von VW!
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