Platte11

18. Juni 2009

Das Internet in der "Zeit"

In den vergangenen Wochen wurde das eigentlich gut abgehangene Thema “Qualität im Netz” durch die Zeit mal wieder hochgekocht, initiiert vor allem durch einen unglaublich anmaßenden und gleichzeitig von keinem Sachverstand beeinträchtigten Artikel von Adam Soboczynski.

Wenn man so etwas wie eine Kernaussage daraus destilliert, dann lautet sie: Weil im Internet jeder sein Wissen, seine Meinung, seinen Unsinn verbreiten könne, führe das zu einer Verflachung des Mediums. Diese Verflachung gehe oft mit einer anti-intellektuellen Hetze einher. Seht aber die Zeitungen als Garanten des Wahren, Schönen, Guten…!

Als ich das damals las, habe ich mich ehrlich gefragt, welche Kontrollmechanismen versagen mussten, um die Selbstbeweihräucherung und die Jammerei von Soboczynski in Druck zu bringen. Aber das Thema war eröffnet. Wie die Debatte sich fortsetzte, kann man gut bei Andreaffm verfolgen. Oder an den dort verlinkten Original-Schauplätzen in der Zeit.

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