19. Juni 2007
Das riecht aber streng, äußerst streng: Grimme Online Awards zugeteilt
Im Vorfeld der diesjährigen Grimme-Online-Award-Vergabe hatte es eine Reihe von Ungereimtheiten gegeben, die vor allem hier und hier immer wieder ans Licht der Internet-Öffentlichkeit gebracht wurden. Ich habe das nur von außen beobachtet und dachte immer, irgendwann kommt jemand vom Grimme-Institut und sorgt im Interesse der Institution, die ja einen Ruf zu verlieren hat, für Klarheit. Zum Beispiel, indem ein paar Leute in der Jury ausgetauscht werden.
War aber nicht so. Man hat die Jury weiter vor sich hin dilettieren lassen. Vermutlich haben vor allem die Geldgeber des Instituts von dem sich anbahnenden Skandal überhaupt nichts mitgekriegt. Weil sie sich mehr für die Fernseh-Preise interessieren und der Online Award ohnehin nur ein Zugeständnis an die Moderne war und der Versuch, ein Feld zu besetzen, von dessen Beackerung man nichts versteht?
Jedenfalls hat sich offenbar kein Politiker oder Medienvertreter, kein Geldgeber des Grimme-Instituts, für die Wunde interessiert, in die wirklich genügend Leute zuvor ihren Finger gelegt hatten.
Und jetzt ist genau das eingetreten, was einige Leute vorhergesagt haben. Und selbst Spiegel-Online ist es nicht peinlich gibt sich so diplomatisch, den Skandal runter zu spielen.
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