Platte11

14. Oktober 2009

Duncan (eine Figur aus "Juliet, Naked" von Nick Hornby) über Musik in Form von Dateien:

Kurze Zeit später schickten ihm Leute von Messageboards erstmals Songs, die sie an E-Mails angehängt hatten, und das war nicht minder geheimnisvoll, denn es bedeutete, dass aufgezeichnete Musik nicht, wie er es vorher gedacht hatte, etwas Gegenständliches war – eine CD, ein Stück Vinyl, eine Spule Magnetband. Man konnte sie auf ihren Wesenskern reduzieren, und dieser Kern war etwas nicht Greifbares. Das machte die Musik noch besser, schöner, geheimnisvoller, fand er jedenfalls.

Finde ich nicht.

(aus: “Juliet, Naked” von Nick Hornby, Köln 2009)

Bin noch nicht sehr weit in dem Buch und lese noch mit großem Vergnügen.

Hier ein paar Links:

Nick Hornby im Interview bei der Welt

Rezension im WDR

Rezension im HR

* * *

Kommentare

Mich würde auch interessieren, wie Nick Hornby – selbst großer Musikfan – das persönlich sieht.

Philipp · 14.10.2009 · #

In dem oben verlinkten Interview bei der Welt sagt er (ziemlich am Ende):

“Mir hat dieser Gedanke, mich durch Tonnen von Musik wühlen zu müssen, bis ich das Richtige finde, nie gefallen. Ich kaufe meine Musik ausschließlich über das Internet. Da kann man stundenlang stöbern und hören. Und dann kommt alles per Post zu einem. Das gefällt mir.”

Das ließe darauf schließen, dass er CDs übers Internet bestellt, aber nicht “downloaded” (sonst müssten die Sachen ja nicht per Post kommen).

Übrigens ist Hornby ein Fan von Bruce Springsteen, wie hier deutlich wird.

HG · 14.10.2009 · #
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