Platte11

22. April 2010

Fotos von Glashüttenarbeitern im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim

Glasmacher bei Schott. Foto: H. Heidersberger/Institut Heidersberger

Der Beruf des Glasmachers ist hart. Bei der Gluthitze der Öfen müssen schwere Massen bewegt und mit Lungenkraft an der “Pfeife” in Form gebracht werden. Kein Wunder, dass die Glasmacher seit dem Mittelalter klagen: “Es ist ein unendliches Kreuz, Glas zu machen.”

Eine Ausstellung in der Glashütte Gernheim zeigt Fotos, die dokumentieren, wie anstrengend die Arbeit der Glasmacher auch im Industriezeitalter tatsächlich noch war. Exemplarische Stationen der Glasherstellung hielt etwa Albert Renger-Patzsch seit den 1920er Jahren fest. Wie Szenen eines Stummfilms erschienen die Aufnahmen von Paul Wollf aus zahlreichen Industriebetrieben. Beeindruckt von den handwerklichen Fähigkeiten zeigt Heinrich Heidersberger Arbeitsabläufe der 1950er Jahre bei Schott. Die Bewunderung für den Glasmacher als Künstler drückt sich außerdem in Fotos der Gegenwart aus, so in Aufnahmen der Maestri von Murano.

Parallel zu dieser Ausstellung zeigt das Fotoforum Minden eigene Fotos zum Thema “Helden”, darunter auch “Helden der Arbeit”. Dabei haben die Fotografen ungewöhnliche oder normalerweise verborgene Arbeitsstätten in den Blick genommen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Juli 2010

Quelle: Pressetext LWL, gekürzt und variiert.

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