Platte11

24. Mai 2007

Geigen, Bratschen, Celli aus Carbon?

Dass mittlerweile etliche renommierte Streicher mit Kohlefaser-Bögen spielen, war mir bekannt. Aber dass inzwischen sogar komplette Instrumente aus Carbon gebaut werden, und zwar nicht in der Kategorie von Schülerinstrumenten, sondern weit anspruchsvoller, das wusste ich nicht.

Und die Instrumente sehen nicht einmal schlecht aus, finde ich.

* * *

Kommentare

Wieso eigentlich Carbon? Ist doch ein relativ teures Material und nicht ganz einfach zu fertigen. Man kann es nicht tiefziehen und nicht im Spritzguss-Verfahren verarbeiten. Ist dieser extraharte Verbundwerkstoff wirklich optimal um das Holz einer Geige zu ersetzten?

Das muss doch noch einfacher gehen! Reproduzierbarkeit und Qualitätskonstanz bekommt man am besten mit CAD/CAM in den Griff. Also los: Stradivari-Klang in Großserie!

Da fällt mir doch gleich der bekannte Spruch von John Ruskin ein: “Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte.”

Grüße, Jo

Ich mochte schon die die Ovation Gitarren der Sechzigerjahre nicht, mit ihrer Plastik-Klangschale Meine diversen, mit Intarsien schön verarbeiteten hölzernen Akustik-Gitarren die ich früher besaß, habe ich dagegen geliebt.

Johannes LeBong · 27.05.2007 · #

Also ich würde gerne mal eines dieser Instrumente ausprobieren – die Klangbeispiele auf der Seite von luisandclark sind doch durchaus viel versprechend.

Und erst recht würde ich gerne einen dieser modernen Bögen probieren. Gerade bei den Bögen fasziniert der Gedanke, dass man einer Stange exakt die gewünschten Eigenschaften geben kann – bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung.

Heinz Gelking · 28.05.2007 · #
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