16. November 2007
Historisch informierte Aufführungspraxis einmal anders

Wie sehr die Historisch informierte Aufführungspraxis unsere Erwartungen an die Interpretation von Barockmusik verändert hat, erlebte ich jetzt beim Blick in eine Sonate von Händel*. Im Vorwort rät der Herausgeber Hans David dem Interpreten:
Instrumentalmusik von Händel wird nicht selten ohne die erforderliche Feinheit und Behutsamkeit aufgeführt. Händels Stil ist stets edel, fließend und gerundet; jede Härte der Darstellung, jede Akzentgebung zerstört die innere Ausgeglichenheit des Werks…
Das sind vollkommen andere Ideale als heute.
Musizieren und Hören und das Bewerten von Musik sind immer zeitgebunden.
*Der Titel der Notenausgabe aus dem Jahr 1935 lautet: G.F. Händel, Violinkonzert – SONATA a 5 für eine Solo-Violine und andere Instrumente. Keine Ahnung, welche HWV-Nr. etc. Der erste Satz (Adagio) steht jedenfalls in B-Dur.
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