1. Juli 2008
Ruhr per Rad
Bei diesem Wetter ist das Radfahren natürlich schöner als das Bloggen.
Ich bin am Wochenende ein gutes Stück des Ruhrtal-Radwegs gefahren und kann das jedem nur empfehlen: Man bekommt einen ganz neuen Blick auf das Ruhrgebiet.
Die landschaftlichen Höhepunkte auf meiner Strecke waren der Kemnader See, der Harkortsee und der Hengsteysee. Aber es nicht nur das Erlebnis von Wasser, Wiesen und Wald, das mancher Fremde im Ruhrgebiet vielleicht gar nicht für möglich halten würde – auch Relikte der Industriearchitektur ziehen rechts und links des Weges in ihren Bann: das Eisenbahnviadukt und Wasserkraftwerk Hohenstein, das Laufwasserkraftwerk Hengstey oder das seit 1986 unter Denkmalschutz stehende und nach seinem Erbauer, Dr. Ing. Artur Koepchen, benannte Koepchenwerk, ein Pumpspeicherwerk am Nordufer des Hengsteysees.
In einem wichtigen Punkt erwies sich der Ruhrtal-Radweg aber als Mogelpackung: Die Strecke führt zum Teil über Waldboden, zum Teil über Schotterwege und zum Teil über (schwach befahrene) Straßen ohne Radweg. Nur wenige Abschnitte sind perfekt asphaltiert, wie man es von einem Radweg eigentlich erwarten könnte. Ich war mit dem Rennrad unterwegs. Ein robustes Tourenrad wäre besser gewesen.
Und hätte ich meine Kamera mitgenommen, dann gäbe es hier auch Fotos…
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Kommentare
“In einem wichtigen Punkt erwies sich der Ruhrtal-Radweg aber als Mogelpackung (...)”
Beim nächsten Mal einfach in die Buchhandlung des Vertrauens spazieren und einen Radwanderführer konsultieren. Dann gibt´s keine bösen Überraschungen mehr ;-)
>Und hätte ich meine Kamera mitgenommen, dann gäbe es hier auch Fotos…
Mönsch Heinz, dann muss ich das wohl mal nachholen ;).
Interessant, die Strecke kannte ich gar nicht. Geht ja fast vor meiner Bürotür los und führt mitten durch meine dunkle Vergangenheit (ich bin in Hattingen geboren).
LG: Holger
hb · 02.07.2008 · #@Philipp
Ja, Radwanderführer. Bestimmt praktisch… Aber ich bin mehr so ein “Dann fahren wir mal drauf los und gucken wo wir hinkommen”-Typ. Ich habe meistens nicht einmal ‘ne Karte dabei. Nur Geld für Eis und ein Handy für Notsituationen.
@Holger
Da biste ja im Gegensatz zu mir ein “echtes” Ruhrgebietskind. Hattingen also. Die Henrichshütte kenne ich natürlich. Und die etwas altmodische Eisdiele in Blankenstein, wo es sehr schöne “Wundertüten” gibt (drei Kugeln Eis + Sahne + Erdbeeren).
Sonnige Grüße,
Heinz
hg · 02.07.2008 · #Nicht nur Radwanderfuehrer oder Karten haetten Dir Aufschluss gegeben. Simple Menschenkenntniss haette es getan: Die allermeisten Tourenradler legen Wert auf NICHT-asphaltierten Untergrund, deswegen werden Radwanderwege nur sehr selten asphaltiert. Das kann recht aergerlich sein, wenn man groessere Strecken zuruecklegen will. Denk’ also in Zukunft besser daran, dass ausgeschilderte Radwege auch schoen in die Pampas fuehren koennen.
Daniel · 23.07.2008 · #