Platte11

Kategorie „Jazz“

Klazz Brothers feat. David Gazarov: Chopin Lounge (Sony CD)

Ist es gestattet? Natürlich ist es. Jazz darf alles. Auch auf das unerschöpfliche Themen-Reservoir der Klassik zugreifen. Eine seit mindestens fünfzig Jahren gepflegte Tradition, die derzeit wohl keine Combo erfolgreicher pflegt als die Klazz Brothers: zwei Echo-Preise, eine Grammy-Nominierung, berühmt aus Funk und Fernsehen.

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Luz Casal: La Pasión (Blue Note-CD)

Man will spontan zum Verstärker gehen und die Lautstärke etwas aufdrehen – La Pasión enthält wundervolle Ohrwürmer. Luz Casals pflanzt sie uns mit ihrer warmen Stimme unnachahmlich ins Ohr, während wir mit den Füßen wippend einen Kaffee aufbrühen oder summend die Fenster putzen.

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Jan Garbarek Group: Dresden (ECM 2100)

Dieser geradlinige Ton ist einfach unverwechselbar. Bei Jan Garbarek klingt das Saxophon wie eine Oboe oder eine Trompete – ein fast klassisch-kultivierter Klang. Wärme, Inbrunst oder Ekstase sind keine Attribute, die man ihm spontan zuschreiben möchte.

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Nigel Kennedy Quintet mit Xantoné Blacq: "A Very Nice Album" (EMI-CD)

“Spiel nicht dieses Jazz-Zeug! Wenn ein Boss von einer Plattenfirma im Zuschauerraum sitzt, ist es mit deiner klassischen Karriere schlagartig vorbei”, hatte ihm Dorothy DeLay geraten, die amerikanische Geigenlehrerin, durch deren ebenso strenge wie effektive Schule so viele berühmte Geiger seiner Generation gegangen sind. Aber von Kennedy weiß man natürlich längst, dass er sich nicht an ihren Rat hielt…

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Astor Piazzolla and the New Tango Quintet: Tango - Zero Hour (american clavé-LP)

Du Idiot!
Merkst Du nicht, daß dies der echte Piazzolla ist, nicht jener andere?
Du kannst die gesamte andere Musik fortschmeißen!

(Nadia Boulanger zu Astor Piazolla)

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Juliette Gréco und ihre großen Chansons (Philips-LP, antiquarisch)

Ihre Chansons sind so unbestritten ein wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur, dass man sich eigentlich gar nicht mehr “kritisch” mit ihnen befassen kann. Wobei man als Schubladendenker nie so richtig weiß, ob man die Gréco und ihre Chansons nun zur Populärkultur oder zur Hochkultur schlagen soll.

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Hazmat Modine: Bahamut

Der Blues hat einen Bart.
Der Jazz ist nicht tot, aber er riecht schon komisch.*
Und der Country, der stinkt zum Himmel.

Und jetzt kommen Hazmat Modine…

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Dona Rosa: Alma Livre

Dona Rosa wanzt sich nicht an den Hörer ran. Sie hat keine Stimme für die globale Fahrstuhlmusik wie – sagen wir mal, ja wie zum Beispiel Norah Jones.

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Jeder Ton eine Rettungsstation

Nach Respekt und Black Codes veröffentlicht Christian Broecking mit Jeder Ton eine Rettungsstation sein drittes Taschenbuch mit Interviews afro-amerikanischer Musiker.

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Quadro Nuevo: Tango bitter sweet (Doppel-LP/CD)

Die vier Musiker vom Quadro Nuevo spielen Tango auf akustischen Instrumenten. Die Grundbesetzung ihres Quartetts besteht aus einem Akkordeon, einem Saxophon, einem Kontrabass und einer Gitarre.

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Klazz Brothers & Edson Cordeiro: "Klazz meets the Voice" (CD)

Kilian Forster (Bass), Tobias Forster (Klavier) und Tim Hahn (Drums) sind klassisch ausgebildete Musiker, die als Klazz Brothers Musik machen, die weder so richtig in die Klassik-, noch in die Jazz-Schublade passt.

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Radka Toneff (Gesang), Steve Dobrogosz (Klavier): Fairytales

Hier passiert nicht Spektakuläres. Wer von einer Jazz-Platte mit Stimme und Klavier impulsiven Funkenflug erwartet, wird Fairytales vielleicht sogar etwas langweilig finden – mit seltsam schlechtem Gewissen, denn Fairytales ist Radka Toneffs letzte Studio-Aufnahme.

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